ASS-Gymnasialzweig erstmals vierzügig

Schule im Ort sehr gefragt

Sehr gut gerüstet fühlen sich diese Albert-Schweitzer-Schüler. Im Sommer werden hier wohl wieder Baugerüste stehen. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern - „Inzwischen können wir froh sein, dass wir noch keine Schüler abweisen mussten“, kommentiert Helmut Buch, Leiter der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), die Situation an der Zimmerner Gesamtschule. Von Gudrun Fritsch

Dass die Bildungseinrichtung im Ort auch von Auswärtigen sehr gefragt ist, liegt wohl hauptsächlich an der mutigen, aber auch sehr arbeitsintensiven Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9). Ein Schritt, den die ASS vor Jahren als erste Schule im Kreis gegangen ist. „Es war damals ein Sprung ins kalte Wasser, aber die absolut richtige Entscheidung“, so Buch.

Jetzt stehen die Anmeldungen für das kommende Schuljahr so gut wie fest. Während der Gymnasialzweig früher zwei- später auch dreizügig war, stehen für 2012/13 insgesamt 108 Schüler auf der Liste, die in vier Klassen unterrichtet werden. „Rund 30 Anmeldungen kommen aus Dieburg, aber auch Kinder aus anderen Nachbarorten sind dabei“, berichtet der stellvertretende Schulleiter Jürgen Köbler.

Aktuell sei der Raum vorhanden, da zwei G 8-Jahrgänge noch im Haus sind. Aber wenn die Nachfrage in den kommenden Schuljahren weiterhin so hoch sei, müssten Bewerber abgewiesen oder zusätzliche Räume geschaffen werden. Auch die Förderstufe der ASS ist gefragt. Sollten zu den 50 Schülern im letzten Moment noch Meldungen hinzukommen, müssten statt bisher zwei wohl drei Klassen starten.

Aktuell besuchen die ASS rund 750 Schüler: 170 den Realschulzweig, 85 die Hauptschule, 120 die Förderstufe und 370 das Gymnasium.

Im kommenden Schuljahr werden es voraussichtlich 30 mehr sein, der G-Zweig ist auch dann mit annähernd 440 Schülern der stärkste.

Auch das Lehrerkollegium steht gut da. Die insgesamt 40 Stellen sind mit 60 Pädagogen besetzt. „Alle Fächer sind abgedeckt“, berichtet Buch nicht ohne Stolz. Denn die Einteilung der Lehrer, die in der Regel zwei kombinierte Unterrichtsfächer erteilen, sei „das reinste Puzzle.“ Sogar für das schwer zu besetzende Fach Latein wurde eine Anwärterin gefunden. Die bisherige Referendarin ist inzwischen eingestellt, so dass die ASS unabhängig ist von der Dieburger Alfred-Delp-Schule. „Die Zusammenarbeit mit dem Oberstufengymnasium und den Lehrerabordnungen ist hervorragend“, meint Buch und betont: „Wir erhalten von dort Rückmeldung, unsere Schulabgänger zeigen gute Leistungen.“

Arbeiten am Bau

Besonders erfreut ist Buch darüber, dass es nun endlich auch am Bau der ASS weiter geht. Demnächst steht ein Termin an, bei dem Schulleitung und Kollegium mit den zuständigen Architekten und dem Da-Di-Werk des Landkreises die Pläne besprechen werden.

In den Sommerferien soll an der ASS ein neuer Toilettentrakt entstehen. Zu aufwändig wäre es, die Bodenplatte aufzustemmen, um die veralteten Abflussrohre zu sanieren.

Stattdessen wird es eine komplette Neuinstallation am Hallenrand (jetziger Bühnenstandort) geben, die auch von außen zugänglich sein wird. Wo jetzt der WC-Bereich ist, könnte dann die Bücherei hinkommen.

Zeitgleich sollen die Überdachung der Pausenhalle erneuert und so die energetische Sanierung vorangebracht sowie ein neuer Aufzug eingebaut werden.

Ob diese Maßnahmen in den Ferien abgeschlossen werden können, steht noch nicht fest. Spätestens im Herbst sollen die rund 1,8 Millionen teuren Bauarbeiten jedoch fertig sein.

Bis 2013 wird nach Plan auch der naturwissenschaftliche (Nawi) Bereich der ASS auf den modernen Stand gebracht. Für den Biologie-, Chemie- und Physikunterricht werden rund 30 moderne Übungsplätze entstehen, die räumlichen Gegebenheiten müssen hier angepasst werden. 750 000 Euro wird der Kreis hierfür ausgeben. Darin enthalten ist auch die Erneuerung der Verwaltungsräume sowie ein wesentlich größeres Lehrerzimmer.

Für die Ausstattung der Nawi-Räume stehen 150 000 Euro bereit. Schulleiter Buch freut sich zudem auf einen weiteren PC-raum.

Planung: Friedensschule

Auch der Umbau des alten Friedensschulhauses für die Ganztagsbetreuung in der Wilhelm-Leuschner-Straße soll wie geplant voran gehen, berichtet Schuldezernent Christel Fleischmann. Eine Million Euro sind dafür geplant. Derzeit sind hier Asylbewerber untergebracht. Die sollen jedoch spätestens 2013 umziehen. „Wir haben von der Stadt Dieburg ein Gelände im Nordring gepachtet und werden dort Wohnraum für 80 bis 100 Flüchtlinge schaffen.“, so Fleischmann.

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