Schwarzer Bock: Eigenproduktionen beim Weihnachtsmarkt

„Zimm’ner Gliehwoi“ muss es sein

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Auf geht’s zum Zimmerner Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende: Die Mitglieder des Schwarzen Bocks brauten für die Glühweinprobe bereits ein feines, süffiges Getränk.

Groß-Zimmern - Ein industrielles Fertigprodukt aus der Flasche wird den Besuchern des Weihnachtsmarktes am ersten Adventswochenende auf keinen Fall serviert. Für den Glühwein wird guter Pfälzer Dornfelder mit feinen Gewürzen abgestimmt. Von Ursula Friedrich 

Am vergangenen Wochenende wurde der bereits verkostet.

Denn die Macher der Weihnachtsmärkte, der Schwarze Bock, überlassen nichts dem Zufall. „Dem einen ist er zu süß, dem anderen fehlt es an Zucker“, brachte Bock-Chef Roland Cöstner das Problem auf den Punkt. Um das süffige Getränk fachmännisch zubereitet unter das Volk zu bringen, wird seit gut 13 Jahren eine zeremonielle Glühweinverkostung durchgeführt.

Im Garten von Hobbywinzer Richard Kunze ging es sprichwörtlich ans Eingemachte. Kunze erhitzte profesionell den Rotwein seiner Heimat, gab Kräutermischung und Zucker hinzu.

Solange, bis der „Zimm’ner Gliehwoi“ allen mundete. 400 Liter des wärmenden Getränks werden über die beiden Markttage an Besucher ausgeschenkt. Der wird zum vierten Mal in Folge auf dem Roten Platz gefeiert und am Samstag (30.) um 18 Uhr offiziell eröffnet. Das weihnachtliche Treiben beginnt jedoch schon ab 15 Uhr.

Dann öffnet sich auch die Mehrzweckhalle zum zweiten Mal für den angedockten Hobbykünstlermarkt. 17 Aussteller präsentieren am Samstag bis 18 Uhr und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr Hobby- und Handwerkskunst.

Hier findet sich auch das Weihnachtsmarktcafé mit allerlei Süßem. Im Nebenraum der Mehrzweckhalle präsentiert bereits ab 13 Uhr die Aktion „Zimmern glänzt“ die Fotografien zum Wettbewerb „glänzende Bilder“, der auch vom Lokal-Anzeiger unterstützt wird.

Der Rathausplatz soll mit Einbruch der Dämmerung im Lichterglanz erstrahlen. An zehn Buden gibt es Kulinarisches für jeden Geschmack.

Der Schwarze Bock sorgte im Jahr 2000 für eine Renaissance des Weihnachtsmarktes, der zuvor vom Gewerbeverein und der Gemeinde ausgerichtet wurde und schließlich aus Mangel an Akzeptanz ganz eingeschlafen war. Der Schwarze Bock, damals noch Kerbborschtejahrgang 1963/64, erweckte die Veranstaltung aus dem Dornröschenschlaf und verlieh dem Markt mit selbst gezimmerten Buden ein rustikales, gemütliches Flair. Die Holzhütten werden für einen kleinen Obolus verliehen, denn weitere Mitstreiter, wie Schulen, Vereine oder Jahrgänge können sich noch kurzfristig als Beschicker anmelden (Kontakt: www.schwarzerbock-gross-zimmern.de oder s  71498).

Ein kulturelles Rahmenprogramm rundet das vorweihnachtliche Erlebnis ab. Am Samstag, 18.30 Uhr, spielt der evangelische Posaunenchor. Die Kinderchöre der Chogemeinschaft sind am Sonntagnachmittag zu hören, der Weihnachtsmarkt öffnet um 12 Uhr. Um 18 Uhr haben Engelchen und Nikolaus ihren Auftritt und laden alle kleinen Gäste zur Bescherung ein.

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