Neujahrsempfang des Kerbvereins

Mit Segen der Könige

Die Sternsinger besuchten zum Abschluss ihrer Tour auch den Neujahrsempfang des Kerbvereins im Glöckelchen. - Foto: Bernauer

Groß-ZImmern - „Kerb feiern ist schön und einfach, aber das Organisieren macht viel Arbeit“, erklärte Bürgermeister Achim Grimm gestern beim Neujahrsempfang des Kerbvereins im Glöckelchen. Von Ulrike Bernauer

Der Bürgermeister nutzte die Gelegenheit, den vielen Mitgliedern und Helfern des Vereins für ihr ehrenamtliches Engagement zu danken. Kerbvereinsvorsitzender Thomas Beutel hatte sich darauf beschränkt, die Gäste zu begrüßen und alles Gute für das Neue Jahr zu wünschen.

Grimm ging auch auf die aktuelle Kommunalpolitik ein. Er freue sich, dass man beim Haushalt mittlerweile einen parteiübergreifenden Konsens gefunden habe, das helfe bei der immer schwieriger werdenden Gestaltung einer Gemeinde. Gelächter und Beifall, aber auch Pfiffe erntete der Bürgermeister als er den kommenden Kerbjahrgang 1994/95 mit den Worten begrüßte: „Die Rot-Weißen sind bekanntlich sehr gute Jahrgänge.“

Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Gemeindevertretung, Manfred Pentz, lobte die Arbeit des Kerbvereins. „Der Verein schafft es sogar, Kultur nach Dieburg zu bringen“, scherzte er. Er erinnerte aber auch an die Bedeutung Europas bis auf die Ebene der Kommunen herunter. „Noch nie hat es so lange Frieden in Deutschland gegeben“, so Pentz, Er erinnerte auch an den Ausbruch des Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren.

Auf ein ernstes Thema gingen auch die Sternsinger und die katholische Gemeindereferentin Jutta Moka ein. Traditionell kommen die Sternsinger nach dem sonntäglichen Gottesdienst zum Glöckelchen und singen den Anwesenden ihre Lieder. Man habe in diesem Jahr den Fokus auf Flüchtlingslager gelegt und hier besonders auf Malawi, über das die Kinder einen Film gesehen hatten, hieß es. Rund 140 Haushalte hatten die Groß-Zimmerner Sternsinger am Freitag und Samstag besucht, um das Segenszeichen an den Türen anzubringen. Über 3 000 Euro spendeten die Zimmerner den Sternsingern, dabei ist der Inhalt der Sammeldosen aus dem Gottesdienst und dem Besuch im Glöckelchen noch nicht mitgezählt.

Seinen ersten Neujahrsempfang erlebte Jan Klittich mit einigen Kollegen vom kommenden Kerbjahrgang. „Es war interessant“, sagt Klittich, „hier sind viele der Leute, die die Kerb organisieren und es ist schön, etliche davon einmal persönlich kennen zu lernen.“

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