Besichtigigung des Caparolwerks in Ober-Ramstadt

Senioren-Union in der Stadt der Farben

Begeistert waren die Mitglieder der Seniorenunion von der Führung bei Caparol.   J Foto: p

Ober-Ramstadt/Groß-Zimmern - „Alpinaweiß“, wer kennt nicht diese weiße Farbe aus Fachgeschäften und Baumärkten. Es ist die seit 1909 patentierte Innenraumfarbe für Decken und Wände.

Die Senioren, die auch gern selbst ihre Wohnung renovieren, konnten vor Ort sehen wie in den Amphibolin Werken - kurz DAW genannt - in Ober-Ramstadt die Farben hergestellt, abgefüllt und versendet gebracht werden.

Fast 40 Teilnehmer wurden im Empfangsraum des DAW begrüßt. Nach kurzer Einführung erhielten die Besucher einen Eindruck von dem größten Hersteller von Dispersionsfarben Deutschlands, in Europa ist es das viertgrößte Unternehmen.

Die Grundlage der Firma ging auf den Funde des Hornblende Minerals Calcium-Amphibole (Grünschiefer) 1885 bei Ernsthofen zurück. Seit 1895 ist die Firma in Ober-Ramstadt, Es wurde zunächst ein Verputzpulver auf der Basis von Kalk und Kreide entwickelt. Der Name Caparol ist ein Emulsionsbindemittel.

Während des Rundgangs gewann man einen Überblick über die Farbenmischerebene, die Produktion, automatische Abfüllung , die Kommissionierung und die Verladung. Besonders eindrucksvoll war in 36 Meter Höhe der Rundgang um die Silos, wobei man einen herrlichen Blick rund um Ober-Ramstadt hat. Neben Farben, Lacken und Verputzsystemen wird auch Dämmmaterial hergestellt. Der Werkführer erläuterte, dass das Unternehmen heute noch im Familienbesitz der Murjahns ist und über Produktionsstätten in Russland, Italien, Frankreich und China hat. In Ober-Ramstadt sind rund 1 800 Personen beschäftigt. Durchschnittlich werden an einem Tag mit etwa 120 Lastwagen rund 1 300 Tonnen Material verladen.

Seniorenunions-Vorsitzender Willi Steinbeck dankte dem Fachpersonal für die ausgezeichnete und informative Führung.

Die Stadt Ober-Ramstadt wird wegen dieses Betriebes auch Stadt der Farben genannt. Abschluss der Tagesfahrt war in Reichelsheim / Gumpen im Odenwald beim „deutschen Kaiser“, wo man sich so manche Geschichte erzählte und auf das nächste Treffen einstimmte.

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