Seniorenvertreter zu Besuch im Jugendzentrum

Groß-Zimmern - (bea) Nicht im Sitzungssaal des Rathauses tagten die Seniorenvertreter am vergangenen Donnerstag, sondern im Jugendzentrum (JuZ). Die Vertreter der älteren Bürger wollten sich vor Ort über die Arbeit mit den Jüngeren informieren. Rede und Antwort stand ihnen Jugendpfleger Tom Hicking.

Von Bürgermeister Achim Grimm erhielt Hicking zunächst ein dickes Lob: „Ohne sein herausragendes Engagement würde hier manches nicht stattfinden“.

Hicking skizzierte die Arbeit und die Belegung der Räume. „Wir platzen im Moment aus allen Nähten. Eine Erhebung hat ergeben, dass wir wöchentlich rund 330 Kinder und Jugendliche betreuen“, berichtete er. Deshalb gebe es auch die Idee, das JuZ aufzustocken. Im Haushalt seien dafür wohl schon Mittel eingestellt. Abzuwarten sei, ob eine Förderung aus Mitteln der „Sozialen Stadt“ hinzu kommen könne. „Wenn das klappt, könnte mit der Baumaßnahme schon im nächsten Jahr begonnen werden“, meinte Hicking. Allein könnte die Gemeinde dies besonders zur Zeit nicht stemmen.

Sollte eine Ausweitung der Räumlichkeiten erfolgen, dann könnten auch die zahlreichen Anfragen nach Räumen für Tagungen oder Kurse häufiger positiv beantwortet werden. Es könnten auch zusätzliche Beratungsstellen untergebracht werden und das Haus könnte sich vom Kinder- und Jugendzentrum in ein Familienzentrum verwandeln.

Eine weitere Idee stellten Tobias Lauer von der Projektwerkstatt „Soziale Stadt“ und Angelika Seidler vom MehrGenerationenhaus (MGH) vor. Zum MGH soll sich ein MG-Spielplatz in der Kolping-Anlage gesellen. „Dort befindet sich der katholische Kindergarten und es gibt genug Platz“, meinte Seidler begeistert. Auch Bürgermeister Grimm findet die Idee gut, Lauer und Seidler sind bereits in die Planung eingestiegen. Potenzielle Interessenten, von den Nutzern der Kindertagesstätten bis hin zu den Senioren, will man nun informieren und zum Ideenaustausch einladen. Dabei wird Seidler ähnliche, bereits realisierte Projekte vorstellen.

Über eine Studie zur „Lebensqualität im Alter“ informierte Petra Wochnik-Chenine. Diese Erhebung findet in Zusammenarbeit mit dem Landkreis statt. In Absprache mit dem Büro für Senioren und Sozialplanung wurden hierfür die Gemeinden Groß-Zimmern, Mühltal und Weiterstadt ausgewählt, die geographisch den Osten, die Mitte und den Westen des Verwaltungsbezirkes repräsentieren. Wochnik-Chenine bat die Seniorenvertreter um Unterstützung bei der Verteilung der Fragebögen, die in die Altersgruppen von 60 bis 69, 70 bis 79 und über 80 Jahren eingeteilt sind. Die Seniorenvertreter sagten ihre Unterstützung zu.

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