Sieben Neue für die Bücherei

Mit einem ehrenamtlichen Team stemmt Büchereileiterin Edith Hornung (hinten, 3. von links) die Arbeit in der Gemeindebücherei (von links, vorne): Anne- Chrsitine Zimmermann, Anne Weitzsäcker, Evelyn Milkereit, Lynda Lücker sowie (hinten) Renate Schönig, Bürgermeister Achim Grimm und Gabi Sproß.

Groß-Zimmern (ula) ‐ Gemeinsam ehrenamtlich für die Gemeinschaft – diese Losung steht für ein Zukunftsmodell, das ein Überleben öffentlicher Leistungen für die Bürger sichert. „Wir brauchen das Ehrenamt, sonst können wir öffentliche Einrichtungen vielleicht nicht mehr aufrechterhalten“, sagt Bürgermeister Achim Grimm angesichts schwieriger Zeiten für kommunale Kassen.

Am Beispiel der Bücherei trug das Modell goldene Früchte: Um Büchereileiterin Edith Hornung zu unterstützten, stehen ihr seit November sieben ehrenamtliche Mitarbeiter zur Seite. Noch steckt das Team in der Einarbeitungsphase. Archivierung, Beratung, Telefondienst und der Umgang mit dem Computersystem, das rund 17 000 Medien erfasst hat, gehören zum Anforderungsprofil. „Momentan sind wir pro Schicht drei Mitarbeiter“, beschreibt Hornung. Wenn ihr Team richtig angelernt ist, reicht die Mitarbeit eines Ehrenamtlichen aus.

Ich möchte die Gemeindearbeit unterstützen“, sagt Renate Schönig. „Ohne Ehrenamtliche hätte die Bücherei vielleicht zugemacht“, kommentiert Evelyn Milkereit. Zusätzlicher Ansporn: „Ich liebe Bücher.“ Auch menschliche Kontakte zu pflegen sei ein Anreiz zu helfen, meint Anne-Christine Zimmermann. „Beraten und helfen finde ich interessant“, meinen Anne Weitzsäcker und Lynda Lücker.

Ehrenamt sichert das Überleben der Bücherei

Gabi Sproß, die als einzige noch im Berufsleben steht, hat ihr Hobby Lesen hier mit dem Ehrenamt verquickt. 1 400 „aktive“ Leser werden in der Büchereistatistik geführt. Die öffentliche Einrichtung gibt es bereits seit 1976 – seit 1997 ist das Domizil im Kulturzentrum „Glöckelchen“. Neben der ganzen Bandbreite der Literatur, vom Kinder- bis zum Sachbuch, können auch moderne Medien, CDs, Kassetten und vieles mehr entliehen werden.

Zwölf Stunden ist die Bücherei an vier Wochentagen geöffnet, zwischen den Jahren ist geschlossen. Daran wird sich angesichts tatkräftiger Unterstützung nichts ändern. Brügermeister Achim Grimm ist für die Lösung dankbar: „Öffentliche Einrichtungen wie Bücherei oder Hallenbad sind doch elementare Dinge einer Gemeinde.“ In schwierigen finanziellen Zeiten sichert das Ehrenamt von Bürgern das Überleben der sozialen und kulturellen Infrastruktur.

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