Hilfe von einem Studenten der Landschaftsarchitektur

Von der Skaterbahn bis zur Chill-Ecke

Planungswerkstatt Nachbarschaftszentrum: vierzehn Jugendlich „beplanten“ das Festplatzgelände als Sport- und Spielpark. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern (ula) - Den Lebensraum aktiv gestalten, dazu sind Kinder und Jugendliche aufgefordert.

Auf Initiative der Projektwerkstatt „Soziale Stadt“ sowie des Vereins „bel(i)ebt Groß-Zimmern“ wurde junge Leute aufgefordert, Entwicklungskonzepte für einen Jugend- und Sportpark auf dem Festplatz zu erstellen. „Je mehr Jugendliche da sind und sagen, was sie wollen, desto schwieriger ist es für Politiker „nein“ zu sagen“, motivierte Sozialarbeiter Tobias Lauer von der Projektwerkstatt junge Leute, ihre Ideen vorzutragen.

Quantitativ war das Treffen im Nachbarschaftszentrum zwar nicht der große Wurf. Vierzehn Jugendliche kamen, Mädchen blieben leider ganz außen vor.

Die Truppe machte sich mit Unterstützung des Studenten Bastian Laub jedoch engagiert an die Planung, um das 4 500 Quadratmeter große Festplatzgelände auf dem Papier in einen Jugendpark umzuwandeln.

Laub wird die beiden Entwürfe ausarbeiten und im Rahmen seiner Abschlussarbeit als Bachelorabsolvent im Fachbereich Landschaftsarchitektur einreichen. Status Quo auf dem betroffenen Areal: Der Festplatz zwischen Johannes-Ohl- und Angelgartenstraße sowie der Straße „Am Festplatz“ ist weitgehend verödet. Das Angebot reduziert sich auf einen Basketballkorb, Bolzplatz und einige Wertstoffcontainer. 2 500 Quadratmeter sollen voraussichtlich für eine neue Kindertagesstätte genutzt werden. Die verbleibenden 4 500 Quadratmeter haben die Nachwuchsarchitekten nun als potenzielle Fläche für ihren Jugendpark ausgemacht.

Zielgruppe sollen Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren sein. Die Wunschliste ist lang und vermutlich nur durch einen millionenschweren Lottogewinn umsetzbar. Doch als Basis für künftige Planungen durchaus lohnend.

Ganz oben auf dem Wunschzettel rangiert neben dem klassischen Fußballplatz eine BMX- und/oder Skater-Bahn. Wichtig ist neben einer Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern das Platzieren vieler Abfalleimer, deren genaue Standorte für Diskussionsstoff sorgten. Tischtennisplatten und ein Picknickplatz, eine Natureisbahn für Eishockey, Kiosk, Toiletten und ein kleines Amphittheater sind außerdem wichtige Gestaltungselemente.

Da Mädchen in den Planungsgruppen fehlten, unternahmen die jungen Herren Versuche, auch die Bedürfnisse der Damenwelt zu berücksichtigen. Für Mädchen soll es einen „Dance Floor“ und ein großes Trampolin geben. Außerdem soll in einer „Chill-Ecke“ auch die Kommunikation gepflegt werden.

Die ausgearbeiteten Entwürfe sind ein erneuter Anlauf, um Schwung in das Projekt zu bringen. Jugendpfleger Tom Hicking hatte bereits vor vier Jahren auf Schulebene eine erste Planung angeregt. .

Um den Stein erneut ins Rollen zu bringen, hatten Projektwerkstatt und der Verein „bel(i)ebt Groß-Zimmern“ auf breiter Front, sogar im Internetforum „facebook“ geworben. Um mehr junge Menschen zu erreichen, soll nun die Zusammenarbeit mit Schulen gesucht werden.

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