Man soll sich wohlfühlen wie zu Hause

+
Heimeliger soll das Heim werden und Erinnerungen an das frühere Leben wach halten. Gersprenz-Einrichtungsleiter Franz-Josef Partsch zeigt Seniorenvertretern die „neueste“ Einrichtung im Gemeinschaftsbereich, Sammeltassen und die guten Gläser inbegriffen.

Groß-Zimmern (bea) Zwei Tagesordnungspunkte hatten die Seniorenvertreter auf der Agenda ihrer Sitzung am Donnerstagnachmittag. Relativ schnell abgehandelt war das Thema Seniorennachmittag 2011. Am diesjährigen abgespeckten Konzept will man im Wesentlichen festhalten, also der Kaffeeeinladung mit Unterhaltungsprogramm.

Zu letzterem hatte Bürgermeister Achim Grimm jedoch einen Neuerungsvorschlag: Mitglieder des Schwarzen Bock hätten angeboten, für die Senioren Theater zu spielen. Eine solche Vorstellung, sofern sie nicht zu lange dauert, konnten sich die Seniorenvertreter gut vorstellen. Bedingung: es sollte noch genug Raum bleiben für das ausgiebige Schwätzchen mit dem Nachbarn.

Getroffen haben sich die Seniorenvertreter im Gersprenz-Pflegeheim an einer liebevoll gedeckten Tafel. Gelegenheit für Einrichtungsleiter Franz-Josef Partsch und Pflegedienstleiterin Ursula Fiebach, die Einrichtung genauer vorzustellen. Eine Erfolgsgeschichte schreibe das Haus zurzeit, so Partsch. So beliebt sei es mittlerweile, dass auf der Warteliste 20 Aufnahmewünsche stünden und die kämen größtenteils von Zimmernern. Der Erfolg sorgt aber auch für ein Problem. Wünschen zur Kurzzeitpflege kann die Einrichtung momentan nicht nachkommen.

So gut wie keine Fluktuation bei den Pflegern

Zu den schwarzen Zahlen, die das Haus seit einigen Monaten schreibt, gratulierte der Bürgermeister. Grimm freute sich auch darüber, dass nicht nur das Haus, sondern das Unternehmen insgesamt sein Negativimage verloren habe. Als Erklärung für den Erfolg, den kürzlich der Medizinische Dienst auch mit der Note „sehr gut“ belohnt hat (wir haben berichtet), meinte Partsch: „Ich bin auch nicht mehr der Jüngste und versuche, die Einrichtung mit dem Team von engagierten Mitarbeitern so zu gestalten, dass ich hier auch gerne einziehen würde.“

Nicht nur die Bewohner sind offensichtlich zufrieden mit ihrem Haus, auch die Angestellten fühlen sich dort wohl. „Wir haben so gut wie keine Fluktuation im Mitarbeiterbereich“, teilte Fiebach mit. Einig waren sich die Seniorenvertreter, dass sich im Bereich „Betreutes Wohnen“ oder Wohngemeinschaften für Ältere in naher Zukunft etwas tun müsse.

Viele Ältere vermissen beim Alleinleben Sicherheit, die finden Sie dann bei uns“, erklärte Partsch. „Wichtig wären für relativ mobile Personen niedrigschwelligere Angebote als die unseres Hauses, das eigentlich auf die Pflege von schwerst Pflegebedürftigen ausgerichtet ist.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare