OWK-Sommerfest an der Birkenruhe

Gemeinsam wandert sich´s am besten

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Das Sommerfest brachte die Mitglieder auch in diesem Jahr in der Birkenruhe zusammen.

Groß-Zimmern - Der OWK Groß-Zimmern feierte sein Sommerfest an der Birkenruhe. Auf dem Weg dorthin trafen unterschiedliche Wanderer zusammen – etwa ein nicht ganz unerfahrener Neuling oder ein langjähriger Wegewart. Von Fabian Sell 

In der Birkenruhe ein gemütliches Sommerfest feiern – das ist das Ziel. Der Weg aber liegt im Wald: Einige Mitglieder des Odenwaldklub Groß-Zimmern wanderten gestern zu ihrer traditionellen Jahreszusammenkunft. Die kurze Strecke führte vom Parkplatz im Laubweg über den „Rentnertempel“ und den Messeler Weg zum Ziel, der Birkenruhe.

Mit dabei war auch Detlef Brehm. Der 72-Jährige ist als Gast schon seit längerem mitgewandert, bis er im vergangenen Jahr in den Odenwaldklub Groß-Zimmern eintrat. „Es ist sehr abwechslungsreich“, lobt Brehm die Auswahl der Wanderungen. So habe er dabei auch Gegenden kennengelernt, die ihm zuvor unbekannt waren. „Da war zum Beispiel der Böhmische Wald an der tschechischen Grenze, sehr interessant.“

Wegewart im Odenwald

Wie die Wanderungen überhaupt zustande kommen, hat Erika Neumann im Blick. Als langjähriges Mitglied ist sie mitverantwortlich für die Planung der Wanderungen. „Jeden Monat gibt es eine für die Sonntagswanderer und jeden Monat eine für die unter der Woche“, so Neumann. Während die Wanderungen unter der Woche kurz ausfallen, sind die Touren am Sonntag rund 15 bis maximal 20 Kilometer lang. Die nächste Wanderung dieser Art ist am 17. August in Heidelberg.

Erfahren im Umgang mit Wanderrouten ist auch ein Mitglied aus Georgenhausen. „Ich bin Wegewart. Das heißt, ich bin zuständig für die Markierungen an den Bäumen. Ich habe drei Wege, für die ich im Odenwald verantwortlich bin“, erzählt der 74-Jährige. So wandert er nicht nur gerne mit dem Odenwaldklub Groß-Zimmern, sondern kümmert sich beispielsweise auch um einen Wanderweg von Fränkisch-Crumbach zur Ruine Rodenstein. Alle Wege geht er zwei Mal im Jahr ab – zunächst im Frühjahr. Denn möglicherweise gibt es Schäden, die während des Winters entstanden sind.

Dass Unvorhergesehenes beim Wandern immer wieder eine Rolle spielen kann, dem ist sich Erika Neumann als Planerin bewusst: „Vor zwei Jahren im Rheingau zum Beispiel, da war zwei Tage vorher ein starkes Gewitter. Dann war der Weg total ausgeschwemmt.“

Wandern ist wieder „in“

Bequeme Gruppenwanderungen

Generell betont Neumann: Wandern sei angesagt in der Gesellschaft. Das Problem allerdings: Auf Gruppenwandern treffe dies nicht zu. Dabei gebe es viele Vorteile: „Man muss sich ja um nichts kümmern“, meint Neumann mit Blick darauf, dass der OWK von der An- und Rückfahrt bis hin zum Streckenverlauf alles organisiere. Außerdem sei das Wandern in der Gruppe auch ein Gemeinschaftserlebnis. „Sie können mit jedem reden, müssen es aber nicht.“

Wer gerne auch mal länger unterwegs ist, kann beim Odenwaldklub Groß-Zimmern auch an gut organisierten Mehrtagestouren teilnehmen. So habe beispielsweise eine Gruppe in diesem Jahr eine Mehrtagesfahrt nach Berlin unternommen. Und im September geht es darüber hinaus für mehrere Tage zum Tegernsee.

So weit weg ging es für die Wanderer gestern Nachmittag nicht. Als das letzte Stück an dem von Eichen geprägten Waldrand geschafft war, trafen sie an der Birkenruhe ein – und genossen das Zusammensein mit den anderen.

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