Reitplatz wird zum gesellschaftlichen Treff

Mit Hugo zu Gast am Dressurviereck

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Großes Pferdeherz: Wallach Carlo trug Jörg Laux im Großen Preis auf Platz fünf - behutsam trägt er hier Junior Lennart (1).

Gross-Zimmern - Turnierluft schnuppern - direkt vor der Haustür. Das Sommerturnier des Reit- und Fahrvereins ist ein voller Erfolg.

Das war bei der dreitägigen Reitsportveranstaltung auf der Vereinsanlage des Reit- und Fahrvereins möglich, der in Punkto Organisation und mit sportlichem Niveau das Image eines rein ländlichen Turniers längst abgestreift hat. Und das nicht nur wegen des sportlichen Glanzlichts am Sonntagnachmittag mit einem anspruchsvollen S*-Springen, für das rund 60 ehrgeizige Reiter sattelten.

„Wir haben zwei Wochen vor Turnierbeginn intensive Arbeitsdienste, um nicht nur unseren Teilnehmern, sondern allen Besuchern eine tolle Veranstaltung zu bieten“, sagte Monika Lohe, die am Weinstand Rebensaft und Sommercocktails servierte.

Hier stimmten sich Fans des anmutigen Dressursports auf den Samstagabend ein: in anspruchsvollen Küren schwebten Dressurrösser in der M*-Prüfung unter den scheinbar unsichtbaren Hilfen ihrer Reiter über das feinsandige Geläuf.

Zimmerns Reiter hatten in etlichen Sparten selbst Prüfungen gemeldet - die jüngeren schlüpften Abends ins Partyoutfit. Die beliebte Reiterparty wurde vom Vereinsmnachwuchs gestemmt - „die wenig Schlaf noch besser wegstecken als unsereins“, sagte die Vorsitzende Petra Krauß schmunzelnd. Wenige Stunden nach dem Zapfenstreich um 4 Uhr war der Hallenparcours wieder mit Sprüngen bestückt. Hier hatte der Verein mit viel Mühe den gesamten Hallenboden im Herbst hinausgefahren, zwischengelagert und auf dem Außenplatz verteilt, die Halle hingegen mit neuem Boden bestückt. Qualität, die sich in Reiterkreisen herumspricht. „Ihr seid tolle Gastgeber“, sagte der Sieger des S*-Springens Horst-Klaus Heleine, der nach Null Fehlern und der schnellsten Zeit den Großen Preis für den Waldenserhof Ober-Ramstadt gewann. Einen ganz eigenen Wettstreit focht das Küchenteam aus. Die Turniergastronomie ist Terrain des Fördervereins, der sich wieder derart ins Zeug legte, dass am Sonntag das Speisenangebot deutlich dezimiert war. Allein 60 Helfer verköstigten Teilnehmer und Gäste. Wenn von den 20 Zimmerner Teilnehmern auf dem Springparcour und im Dressurviereck nicht alle ehrgeizigen Hoffnungen erfüllt wurden, hat der Verein als Gemeinschaft doch erneut einen Sieg davongetragen: eine Großveranstaltung mit 1600 Starts zu meistern - und gar beim Wettergott zu punkten, der erst beim Abbau ordentliche Regengüsse aussandte.

(ula)

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