SPD will zweites Fluglärmmessgerät

Aus einem Antrag werden drei

Groß-Zimmern - Die Anschaffung eines zweiten Fluglärmmessgeräts hat die SPD-Fraktion in der Sitzung des Planungsausschusses am Montag beantragt.

Die Gemeindeverwaltung hat einen Bericht über den Fluglärm vor Ort erstellt und ausgeführt, dass für eine kontinuierlichere Beobachtung ein zweites Messgerät erforderlich wäre. So könnte das gesamte Jahr erfasst und eine direkte Vergleichbarkeit der zwei Stationen erreicht werden. Bisher wird abwechselnd auf Kindergärten in Groß- und Klein-Zimmern gemessen (wir haben berichtet). Die SPD beantragt, hierfür Mittel von rund 3000 Euro im Haushalt 2014 zu etatisieren und über die Rücklage zu finanzieren.

Hierzu lagen nun weitergehende Anträge der Grünen und der fraktionslosen Sachverständigen Janek Gola und Kurt Werdecker vor. Peter Eickhoff von den Grünen argumentierte: „Bevor wir Geld ausgeben, sollten wir erst einmal überlegen, wofür wir das Gerät brauchen.“ Bereits im Frühjahr 2008 hatten die Grünen beantragt, den Nutzen und die genauen Kosten der Messungen für die Gemeinde darzulegen und die Daten auszuwerten, denn für Lärmschutzvorkehrungen gebe es keine Mittel für Groß-Zimmern, und die Daten seien nicht gerichtsrelevant, kritisierte Eickhoff. Ziel seiner Fraktion sei es, Fluglärm zu reduzieren.

Dazu gehöre unter anderem ein Nachtflugverbot. Bürgermeister Achim Grimm wies darauf hin, dass man anhand der Daten zumindest belegen könnte, sich gekümmert zu haben. Der Änderungsantrag der Grünen wurde abgelehnt. Gola und Werdecker wollen, dass das zweite Gerät an Hauptstraßen aufgestellt werden soll, um Flug- und Verkehrslärm vegleichen zu können. Da hierfür eine andere Technik nötig und ein Vergleich folglich unmöglich wäre, zog Werdecker den Antrag zurück. Der SPD-Antrag wurde mehrheitlich befürwortet.

Über den Haushalt wird heute auch im Finanzausschuss diskutiert. Die Sitzung beginnt um 20 Uhr im Rathaus (Erdgeschoss).

guf

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