Klare Wiederwahl / Genossen kritisieren das „Symptom-CDU“

SPD-Ortsverein bestätigt Stefan Fröhlich im Amt

Stefan Fröhlich als SPD-Vorsitzender bestätigt. Im Bild neben Jenny Aschenbrenner. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern (ula) - „Es ist wichtig, auch in Zukunft eine starke und geschlossene Alternative zum aktuellen Chaos zu stellen, dafür muss und wird die SPD stehen“, so schwor Stefan Fröhlich die Genossen bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins ein.

Beständigkeit in der Personalpolitik zeichnet sich bei den Sozialdemokraten ab. Sie hoben Fröhlich erneut auf den Schild. Er wurde mit nur einer Gegenstimme ein weiteres Mal zum Vorsitzenden gewählt. Fröhlich warf ein düsteres Szenario an die Wand, das die CDU und ihr Bürgermeister Achim Grimm zu verantworten habe. „Insbesondere in den Bereichen Kinderbetreuung und Haushaltseinsparungen hat die Politik des Bürgermeisters und der CDU schlimme Folgen hinterlassen“, klagte der neue und alte SPD-Chef.

Am Bespiel des von der Gemeinde angekauften „Hirschkopfhauses“ analysierte Fröhlich das „Symptom-CDU: Für 240 000 Euro wurde das marode, denkmalgeschützte Anwesen erworben – die Gemeinde kann aber nichts damit anfangen.“ Auch Fraktionschef Dieter Hader hieb in diese Kerbe. „Unser Bürgermeister ist nicht gerade ein Arbeitstier und lässt alles "bambeln"“, kritisierte er.

Beispiele für den „Schlummerkurs“ des Rathauschefs seien der Haushalt 2011, der Bebauungsplan zur Errichtung eines Altenwohn- und Pflegeheims am ehemaligen Aldi und „die Misere im Betreuungsbereich“. Die SPD habe angesichts der Geburtenzahlen rechtzeitig auf die fehlenden Kinderbetreuungsplätzen hingewiesen, so Hader. „Jetzt müssen wir auf den letzten Drücker Lösungen erarbeiten, um dem Bedarf an Kindergartenplätzen gerecht zu werden.“

Die SPD will den Neubau eines Kindergartens auf dem Festplatz mit tragen. „Im Gemeindeparlament sind wir mit einer gelungenen Mischung aus jung und alt, erfahren und taufrisch gut aufgestellt“, sagte Fröhlich optimistisch und folgerte: „Ich bin sicher, die SPD ist im Kommen und mit unseren jungen Leuten werden wir in Zukunft der CDU die Regierungsverantwortung wieder abnehmen.“

Zur neuen Mannschaft für die kommenden zwei Jahre wurde außerdem Jens Wiegand (ohne Gegenstimme) gewählt, der demnach zweiter Vorsitzender bleibt. Einstimmig wurden auch Kassierer Rolf Link sowie Schriftführerin Oriana Hiemenz gewählt.

Neue Stellvertreterin von Hiemenz ist Jenny Aschenbrenner. Als Beisitzer wurden außerdem gewählt: Erich Suchomsky, Catrin Geier, Manuela Neber, Chris Kowal, Ali Duran, Christoph Breithaupt, Tim Windhöfel, Dieter Fröhlich, Richard Kunze, Matthias Bausch und Gerd Merget. Weitere Mitglieder des Vorstands sind die Kreistagsvorsitzende Dagmar Wucherpfennig, Ehrenvorsitzender Karl Daab, der Kreisbeigeordnete Dieter Emig sowie die Vorsitzende der AG „60 plus“, Ira Drewitz.

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