Spurensuche im Zimmerner Wald

Spechthöhlen und Kratzbäume

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Aufmerksam suchen die Teilnehmer beim Spaziergang den Wald nach Spuren ab.

Groß-Zimmern - Den Wald und seine Bewohner hautnah erleben: Dafür trafen sich am Sonntagvormittag rund 20 Teilnehmer zur Spurensuche an der Waldschule Groß-Zimmern, die das alljährliche Ereignis organisiert.

Zusammen mit Revierförster Martin Starke, der auch Vorsitzender des Fördervereins Waldschule ist, Forststudent Michel Monter sowie Claudia Wiedling und Lothar Jacob begaben sie sich auf eine einstündige Wanderung durch den Wald. Bevor es losging, ermunterte Starke die Kinder, Augen und Ohren offen zu halten: „Meistens seht ihr mehr als die Erwachsenen, weil ihr aufmerksamer seid.“.

Am häufigsten findet man Spechthöhlen, von Mäusen angenagte Fichtenzapfen, Liegestellen von Rehwild oder Spuren von Wildschweinen. „Sie legen sich in den Schlamm, um Parasiten loszuwerden. Danach schrubben sie den Dreck zusammen mit den Parasiten an den Bäumen ab“, so der Förster. Auf die Tiere selbst trifft man bei Wanderungen nur selten. „Rehwild oder Wildschweine sind sehr heimelig. Da muss man schon sehr viel Glück haben, um sie zu sehen“, fügt Starke hinzu.

Zurück an der Waldschule darf sich jeder zur Erinnerung noch einen Gipsabdruck von einem Wildschwein oder einem Rehwild machen. Dafür wird das Modell des Abdrucks in Ton hergestellt. Danach muss Gips angerührt werden, der dann in die Tonform gegossen wird. Beim nächsten Spaziergang durch den Wald lohnt es sich, Augen und Ohren offen zu halten – zu entdecken gibt es dort nämlich eine ganze Menge.

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jg

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