Spenden nach dem Fastnachts-Brand

+
Jeweils 500 Euro übergaben am Dienstag die Ortsgruppe des DRK und die evangelische Kirchengemeinde an die Familie Pelletier.

Groß-Zimmern (mj) ‐ Gut eine Woche ist es her, dass es im Südring 4 bei Familie Pelletier brannte. Nun zauberten die Ortsgruppe des DRK und die evangelische Kirchengemeinde ein Lächeln in deren Gesichter.

Die beiden DRK-Vertreterinnen Heidi List und Angela Lorenz sowie die Pfarrer Michael Fornoff und Michael Merbitz-Zahradnik übergaben jeweils einen Scheck über 500 Euro, für den Wiederaufbau. Auf der Schadensliste stehen ein völlig ausgebranntes Jugendzimmer und das erheblich in Mitleidenschaft gezogene Dach des Hauses. „Mit den zerstörten Dingen haben wir einen ganzen Container gefüllt“, erzählt Alessandra Pelletier. Der Gesamtschaden wurde von der Polizei auf 50.000 Euro geschätzt. „Alles hängt jetzt von der Reparatur des Daches ab“, sagt Jeffrey Pelletier. Hier seien mehrere Trägerbalken komplett verbrannt, andere angekokelt.

Derzeit geht die Familie davon aus, dass die Versicherung den Schaden übernimmt - auch wenn die Brandursache noch nicht geklärt ist. Bisher steht lediglich fest, dass ein technischer Defekt ausgeschlossen werden kann. Der Brand soll von zwei großen Polstersesseln auf dem Balkon ausgegangen sein. Wie diese Feuer fingen, darüber lässt sich nur spekulieren: „Vielleicht hat jemand etwas hoch geworfen, schließlich war Fastnacht“, grübelt die vielfache Mutter.

Dicke Isolierung verhinderte Schlimmeres

Das Feuer auf dem Balkon bemerkte der zwölfjährige Ryan beim Hausaufgaben machen. Er informierte sofort seine Mutter und rief sogar selbst die Feuerwehr, die binnen weniger Minuten am Brandort war (wir haben berichtet). Auf dem Weg zu Absperrarbeiten für den Dieburger Fastnachtszug mussten die Blauröcke quasi nur ihre Fahrzeuge wenden.

„Dieser Umstand hat Schlimmeres verhindert“, wissen die Pelletiers. Auch die dicke Isolierung unter den Ziegeln, die vom Feuer nicht durchbrochen werden konnte, verhinderte ein Ausweiten der Flammen und einen Totalschaden des Daches.

Die Familie Pelletier hatte großes Glück

Jeffrey Pelletier kam gerade von der Arbeit, als der obere Teil seines Hauses in Flammen stand. Da die Feuerwehr noch nicht da war griff er zum Gartenschlauch. Obwohl Nachbarn ihm zuriefen, dass das Dach vielleicht einstürzen könnte, rettete er auf diese Weise die Gartenhütte. Personen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, da die Mutter und die sieben anwesenden Kinder geistesgegenwärtig das Haus verließen. Glück hat man zudem beim Wasserschaden, der lediglich eine nasse Wand brachte. Beim zerstörten Kinderzimmer ist die Sanierung bereits in vollem Gange und das Dach soll eventuell schon nächste Woche repariert werden. Jeffrey Pelletier weiß, dass seine Familie großes Glück hatte. Dafür sprechen nicht nur die aufgrund der Hitzeentwicklung weggeschmolzene Regenrinne und die am Haus lehnende Alu-Leiter, deren Reste sich jetzt nur noch in Form von silbernen Flecken auf dem Gartenzaun befinden. „Wir haben nach dem Brand in einem Buch gelesen, dass zehn Atemzüge durch den Feuerqualm bereits tödlich sein können.

Drei Atemzüge genügen für eine schwere Rauchvergiftung“, so der Familienvater. Froh sind die Pelletiers nicht zuletzt über die Unterstützung des DRK und der evangelischen Kirchengemeinde. Dabei vergessen sie sogar jene nicht, die es noch schlimmer getroffen hat: „In Japan wären viele Menschen jetzt froh, wenn sie so hilfreiche Leute in ihrer Nähe hätten.“

Kommentare