Sperling meistgezählt bei „Stunde der Gartenvögel“

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Grünspecht: Vogel des Jahres.

Groß-Zimmern - Der NABU Hessen hatte zum zehnten Mal zur „Stunde der Gartenvögel“ aufgerufen. Dabei wurden Vögel gezählt und an den NABU gemeldet. Dank dieses Forschungsprojektes gibt es Daten über Zustand und Entwicklung der heimischen Vogelbestände.

In den letzten Jahren zeigte sich, dass typische Siedlungsvögel wie Mauersegler, Mehlschwalbe und Zaunkönig um teilweise mehr als 30 Prozent abnahmen. Immerhin leben in Hessen von den 270 Brutvogelarten, die in Deutschland vorkommen, stolze 180 Arten. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden bei Untersuchungen rund 110 Arten notiert, einige davon in nur ganz begrenzten Gebieten, andere fast flächendeckend. Gemeinsam mit dem Förderverein Waldschule wurde ein Vogelbeobachtungs-Frühstück veranstaltet. Besondere Aufmerksamkeit verdient 2014 der zum „Vogel des Jahres“ gekürte Grünspecht. Der farbenprächtige Ameisenliebhaber ließ sich sogar im Vorbeifliegen beobachten. Auch die Mauersegler waren aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück gekehrt.

Eine Übersicht über alle bisher gesammelten Daten zeigen die Online-Auswertungskarten auf www.gartenvoegel.nabu-hessen.de. Die Daten können mit wenigen Klicks nach Vogelart, Bundesland oder Landkreis abgerufen und mit Daten aus früheren Jahren verglichen werden. Insgesamt wurden in Hessen in 1 654 Gärten 53 718 Vögel von 2 410 Vogelbeobachtern gezählt, bundesweit waren es in 23 526 Gärten immerhin 82 6057 Vögel, die im Rahmen der Aktion von 34 760 Vogelfreunden gezählt wurden. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg erfolgte die Zählung in 70 Gärten, wobei die 109 Beteiligten insgesamt 2 515 Vögel zählten. Der Haussperling behauptet hier wie in den vergangenen Jahren den ersten Platz, gefolgt von Amsel, Kohl- und Blaumeise und Star.

Die am stärksten bedrohten Tierarten

Bilder: Die am stärksten bedrohten Arten

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