Spiel und Spaß mit Büchern

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Duncan, Justin, Lea und Joshua (von links) lesen vor.

Groß-Zimmern ‐ „Aus welcher Sprache kommt das Wort Pirat?“, heißt es in der Prüfung. Einen Piratentest hat die Klasse 4c entwickelt und zahlreiche Kinder der Friedensschule versuchen ihn zu lösen. Winkt doch außer dem Wissensgewinn nach erfolgreichem Abschluss auch noch ein Preis. Von Ulrike Bernauer

Damit es nicht zu schwer wird, hat die Grundschulklasse viel Informationsmaterial verteilt. Wer das ordentlich studiert, kann die besondere Prüfung auch fehlerfrei bestehen. So wie die siebenjährige Erstklässlerin Cagla: „Ich musste nur ein bisschen lesen“, strahlt sie. Das fünfte Bücherfest fand am Freitag an der Friedensschule statt und fast alles dreht sich dabei ums Buch. Märchen lesen die Schüler der Klasse 3d in verteilten Rollen. Als Joshua, Lea, Duncan und Justin an der Reihe sind, tragen sie die Geschichte von Hänsel und Gretel vor.

Riesensammlung für zwei Euro erstehen

Die Schüler der 2d haben Riesengeschichten gesammelt und in einem kleinen Büchlein zusammengestellt. Für zwei Euro kann man so eine „Riesensammlung“ erstehen. Es gibt auch viele Bastelaktionen, die zumeist auch etwas mit Büchern zu tun haben. Minh Hien beispielsweise macht ein Lesezeichen. Bunte Papierstreifen flicht er durch ein schmales Band.

Nebenan werden Sockenpuppen hergestellt. „Die Strümpfe haben Mütter aus unserer Klasse gespendet“, erklärt die Lehrerin.

Ein Bewegungsspiel gibt es auch, das findet in der Klasse 2d statt, die auch die Riesengeschichten entwickelt hat. Bei dem Spiel müssen eine imaginäre Hecke und ein Wasserlauf überquert werden. Zum Schluss wird es ganz knifflig, durch eine Wiese aus bunten Papierblumen müssen die Schüler auf Stelzen schreiten, natürlich ohne eine der Blüten zu zertreten. Die achtjährige Sharan und die siebenjährige Vanessa stärken sich mit Waffel in der Cafeteria. Die beiden sind ganz erschöpft von den vielen Attraktionen. „Ich lese gern“, sagt Sharan, „und manchmal lese ich auch der Mama vor.

Spenden sind natürlich gerne gesehen

Richtig viele Bücher gibt es im Erdgeschoss. Dort hat die Buchhandlung Lesezeichen ihren Büchertisch aufgebaut. Hier kann man auch Bücher für die Bibliothek der Schule kaufen.

Als Spende sind die Gaben natürlich gerne gesehen. Und Inhaberin Tabea Tschiche gibt bei Büchern, die sozusagen im Haus bleiben, einen Rabatt von zehn Prozent. Schulleiter Axel Pucknat kauft ein Buch und erklärt: „das ist ausnahmsweise nicht für die Bibliothek, sondern es ist ein Trostpflaster für meine kranke Tochter“.

Knapp 1 500 Bücher sind im Bestand der Bücherei der Friedensschule. Im Jahr 2004 wurde die kleine Bibliothek gegründet, in dem Jahr, in dem auch das erste Bücherfest stattfand.

An ihre Bücherei haben sich die Schüler inzwischen so richtig gewöhnt und sie leihen auch fleißig aus. Arne Leiter aus der Klasse 4a hatte das Glück, die 18 000ste Ausleihe zu tätigen, deshalb bekommt er beim Fest auch einen Gutschein über 10 Euro für ein Buch seiner Wahl.

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