„Spielen alles querbeet“

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Mit einem vielseitigen Programm unterhielt der KKM sein Publikum beim Straßenfest.

Klein-Zimmern - Die Musiker des Katholischen Kirchenmusikvereins (KKM) sind zufrieden. Nach Herzenslust können sie am Samstagnachmittag bei ihrem Sommerkonzert bis in die Nacht hinein blasen oder trommeln. Von Ulrike Bernauer

Elke Metz kam zum Fest trotz Flitterwochen. Gerhard Kuhr überreicht ihr ein Geschenk.

„Wir spielen von klassisch bis modern alles querbeet“, sagt der Vorsitzende Gerhard Kuhr. „Und wenn sich am späteren Abend nach ein, zwei Bier mal ein falscher Ton einmischt, macht das gar nichts. “ Beim Straßenfest auf dem Platz hinter der Kirche läuft alles deutlich lockerer als bei den „richtigen“ Konzerten, zu denen der KKM jährlich einlädt. Begonnen hatte die Veranstaltung mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Christian Rauch und dem Klein-Zimmerner Gesangverein. Auf dem Platz spielte zunächst das Jugendorchester, das schon ein beachtliches Repertoire verfügt.

„In diesem Jahr kommt an der Geißbergschule wieder eine Bläser-AG zustande“, freute sich am Rande des Festes Hemma Kostrzewa. Sechs Kinder aus der dritten und der zweiten Klasse werden von Dirigent Thomas Martin unterrichtet, zwei haben sich für die Posaune entschieden, zwei für Trompete, ein Kind will das Spielen des Flügelhorns erlernen und Kostrzewas Sohn Jan wird Schlagzeug spielen. „Wir hoffen, dass einige dabei bleiben und später unser Jugendorchester verstärken, das aktuell mit 19 Musikern schon sehr gut drauf ist“ so Kuhr. Das hänge auch damit zusammen, dass Dirigent Martin sich mit den jungen Leuten bestens versteht, ebenso wie mit den Erwachsenen. „Er ist immer gut vorbereitet und scheut sich nicht vor dem Einsatz neuer Technik. Wenn wir mal gar nicht wissen, wie wir spielen sollen, hängt er den I-POD an den Verstärker und spielt uns das Stück vor“, so Kuhr.

Bevor die Orchestermitglieder richtig loslegten, verteilte Kuhr noch Blumen und ein Küsschen. Elke Metz war eigentlich in den Flitterwochen, doch das Mitspielen beim Straßenfest ließ sie sich nicht nehmen. Am frühen Abend zeigten erste Orchestermitglieder leichte Ermüdungserscheinungen, die eine Pause von einer Stunde allerdings restlos beseitigten. Damit die Gäste sich nicht langweilten, unterhielten Charlie Weigandt und Gerhard Kuhr mit dem Akkordeon die Besucher.

„Wir spielen die dummen Lieder, mit denen wir schon an der Weiberfastnacht viel Erfolg hatten“, freute sich Kuhr.

Heute sind die Musiker ab 19 Uhr in der Dieburger Römerhalle zu hören - vor dem Wahlkampfauftritt von Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble um 20 Uhr.

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