Spielfiguren brennen lichterloh

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Einige der Kinder wolten zu gern ein Atemschutzgerät ausprobieren. "Das ist zu schwer, er wiegt 17 Kilo, und ihr bräuchtet vorher eine gesundheitliche Untersuchung", erklärt Markus Paschke.

Groß-Zimmern - „Ihr dürft am Freitag ein richtiges Feuer löschen“, verspricht der stellvertretender Wehrführer Markus Paschke. Die Ferienspiele der Kinder- und Jugendförderung finden in der zweiten Osterwoche bei der Feuerwehr in Groß-Zimmern statt. Von Ulrike Bernauer

Paschke und Jugendfeuerwehrwart Hannes Eckhardt haben sich ein abwechslungsreiches Programm mit Theorie und Praxis für die 20 Kinder ausgedacht. Zunächst gibt es im Versammlungsraum der Feuerwehr eine Einführung in die Theorie. Die ist streckenweise so spannend, dass die Sechs- bis Zwölfjährigen wie gebannt dem stellvertretenden Wehrführer lauschen. Die 17 Jungen und drei Mädchen sollen allerdings nicht nur zuhören, sondern auch eigenes Wissen beisteuern.

Was braucht man für ein Feuer?“,fragt Paschke, aber auch „warum darf man die Nummer der Feuerwehr, die 112, nicht einfach aus Jux anrufen?“.„Das kostet hundert Euro“, sagt Max und erfährt gleich, dass das noch viel teurer werden kann. Ein anderer Junge weiß noch einen Grund, warum man mit dem Notruf keinen Spaß treiben sollte: „Wenn es woanders wirklich brennt, dann ist die Feuerwehr nicht da“.

Gespannt schauen die Kinder zu, wie Paschke verschiedene Materialien in Brand setzt, unter anderem Papier, Plastik, Alufolie oder eine Playmobilfigur. „Der kleine Ritter brennt gut und schnell“,sagt Paschke„und es dauert auch gar nicht lange, bis ein ganzes Kinderzimmer in Flammen steht“.Der Brandschutzexperte will auch noch wissen, wie viele Feuermelder es in den Wohnungen der Kinder gibt und er zeigt sich sehr zufrieden, als sich fast alle Teilnehmer melden.

Einen Film über den Ablauf von der Alarmierung bis zum Einsatz am Brandort bekommen die Kinder noch zu sehen. Dann geht es zur Besichtigung durch das ganze Feuerwehrhaus.

Der Umkleideraum interessiert die jungen Besucher besonders, aber auch der Raum, wo die Atemschutzmasken aufbewahrt werden. Die Fahrzeuge lassen Paschke und Eckhardt erst mal links liegen, die sind am Nachmittag dran. Aber eine nachdrückliche Warnung an die vielen Neugierigen hat Paschke auch gleich. „Wenn ich sage Finger weg, dann bedeutet das auch Finger weg. Die Einsatzwagen müssen nämlich funktionsfähig bleiben“.

Aber sollte es in dieser Ferienspielwoche tatsächlich einmal Disziplinschwierigkeiten geben, so weiß Paschke, dass eines auf jeden Fall zieht. Am Freitag dürfen die Kleinen ein Feuer löschen, aber nur, wenn sie auch ordentlich mitgearbeitet haben.

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