Spielgelände des katholischen Kindergartens eröffnet

Halbzeit mit „Sozialer Stadt“

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Hoch hinaus wollen die Kleinen in der katholischen Kita. Das können sie auf diesem Kletterturm.

Groß-Zimmern - Klettergeräte, Rutsche und wippende Tiere wurden im katholischen Kindergarten St. Bartholomäus mit großer Begeisterung in Beschlag genommen. Sogar bei Pfarrer Christian Rauch siegte das Kind im Manne und er ließ sich auf eine Rutschpartie ein. Von Ursula Friedrich 

Die neuen Spielgeräte auf dem Außengelände sind das erste sichtbare Ergebnis der Umgestaltung des Außengeländes in der Kindertagesstätte. Rund 47 000 Euro nahm die Kirchengemeinde in die Hand, um marode, über 25 Jahre alte Spielgeräte auszumustern, durch neue zu ersetzen, einen neuen Zaun samt Toren und Gegensprechanlage sowie Begrünungsmaßnahmen in Auftrag zu geben. Möglich war dieser finanzielle Kraftakt durch ein gutes soziales Miteinander, das sich im Programm „Soziale Stadt“ manifestiert.

Seit fünf Jahren ist Groß-Zimmern in dem Städtebauförderungsprogramm. Ein Segen, denn wenn sich Menschen einer Kommune engagieren, gibt es im Rahmen der sozialen Stadt auch von Bund und Land Gelder. Je ein Drittel der förderungsfähigen Kosten (30 000 Euro) für die katholische Kita flossen aus Berlin und Wiesbaden sowie von der Kommune. Die verbliebenen 17 000 Euro packte die Kirchengemeinde drauf.

Und eine eine gute Portion Eigenengagement dazu. Um der Idee der sozialen Stadt Rechnung zu tragen, packten Eltern und Kinder an, schlugen das alte Mobiliar ab und bereiteten das Terrain für den Neuaufbau der Geräte durch ein Fachunternehmen vor. „Alleine hätten wir das nicht geschafft“, bedankte sich Eberhard Mathée vom Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde bei allen Beteiligten.

Das Städtebauförderprogramm hat in Groß-Zimmern Halbzeit. „Fünf weitere Jahre sind wir noch dabei“, sagte Bürgermeister Achim Grimm, dessen Kommune dieser Förderung viele Verbesserungen in der sozialen Infrstruktur verdankt.

Froh über die rote Rutschbahn sind die Organisatoren.

Grimm nannte das Außengelände der Albert-Schweitzer-Schule, den Ausbau des Jugendzentrums zum Nachbarschaftszentrum oder den Spielplatz im Zentrum der Wohnblöcke Dresdner-Straße. Brandaktuell: die neue Kita auf dem Festplatz. Chefkoordinator des Programms ist Jugendpfleger Tom Hicking, Organisator die Projektwerkstatt unter Trägerschaft des Diakonischen Werks. Derzeit werde beratschlagt, welche weiteren Projekte noch in Angriff genommen werden können, sagte Grimm. Auch in der katholischen Kindertagesstätte, der ältesten Immobilie für Kinderbetreuung, gibt es noch einen stattlichen Maßnahmenkatalog.

„Energetische Sanierung“, nannte Mathée das Stichwort, „da kommt noch einiges auf uns zu.“ Im Frühjahr 2014 soll zunächst das Außengelände fertiggestellt werden.

Damit die Kleinen ohne große Einschränkungen herumtollen können, wird Rollrasen verlegt. Bei Veranstaltungen und Festen in der umliegenden Adolf-Kolping-Anlage sollen Besucher die Spiellandschaft künftig mitnutzen könne.

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