Sponsorenlauf

Runde um Runde für die Orgel

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Schnürten für die Finanzierung der neuen Orgel die Laufschuhe: Die Teilnehmer des Sponsorenlauf des Orgelfördervereins St.Bartholomäus kurz nach dem Anpfiff der Aktion durch Bürgermeister Achim Grimm.

Groß-Zimmern - Beim Sponsorenlauf gehen 100 Teilnehmer für das neue Instrument auf die Strecke. Von Ursula Friedrich 

Zum dritten Mal machte der Orgelförderverein St. Bartholomäus mit seinem Sponsorenlauf am Samstag Menschen mobil, für die gute Sache auf die Straße zu gehen. Rund 100 Teilnehmer schnürten die Sportschuhe, um möglichst viele Runden über den 350 Meter langen Parcours zu absolvieren.

Beim gemütlichen Abschluss im Zelt am Pfarrzentrum stand die tolle Leistung fest: 1 400 Runden absolvierten die Sponsorenläufer. Rennend, flitzend, gemütlich walkend, sogar rollend im Rollstuhl. Unter Leitung von Andreas Schiener wirbelte die Musikgruppe Trommeldonner der Albert-Schweitzer-Schule zum Auftakt mit den Trommelstöcken und erzeugte ordentlichen Sound. Jüngster im Läuferfeld war Elias Maiwald, der im zarten Alter von zwölf Wochen im Kinderwagen lag - und alles verschlief.

Gregor Rinkowski war mit 100 Runden - 35 Kilometern - der tüchtigste Teilnehmer - konnte die Rekordmarke seines Vaters Andreas allerdings nicht knacken, der vor zwei Jahren 108 Runden überstand. Der Orgelverein ist mit seinem Spendenmarathon der Finanzierung des Instruments für die Pfarrkirche St. Bartholomäus ein Stückchen näher gekommen - fast 200.000 Euro liegen auf dem Spendenkonto. „Mit etwa 250 000 Euro war das Projekt veranschlagt worden“, so der Vorsitzende des Orgelvereins Manfred Göbel. Anfang 2015 werden die Vorarbeiten für den Einbau der neuen Orgel beginnen, im Oktober 2016 soll das Instrument eingeweiht werden.

Ehrung für besondere Leistung

„Durch seinen Spendenlauf hat der Orgelverein Rückhalt in der gesamten Bevölkerung“, freute sich Friedrich Faust vom Förderverein. Nach dem sportlichen Teil füllte sich das Pfarrzentrum gegen Abend zum gesellschaftlichen Höhepunkt der Veranstaltung. Hier wurden die besten und außergewöhnlichsten Leistungen mit Preisen gewürdigt und die vielen Sachspenden verlost, die durch großzügige Gaben aus Gewerbe und Unternehmen einen tollen Anreiz boten, in die Lostrommel zu greifen.

Rosemarie Busch-Maiwald wurde für besondere Leistungen geehrt - sie schaffte 60 Runden, sieben davon mit Enkel Elias im Kinderwagen. Die ältesten Teilnehmer, Lothar Müller (83) und Margarete Heinz (79) erhielten ebenfalls Ehrenpreise. Für außergewöhnliche Leistungen wurde das Team Barbara Wörtche und Frank Ahrend geehrt - letzterer im Rollstuhl - das 52 Runden schaffte. Dass Leo Glaser 350 Meter zurücklegte, mag wenig klingen, angesichts des zarten Alters von zwölf Monaten war die muntere Wackeltour des Pampersträgers jedoch ebenfalls Anlass für einen Sonderpreis.

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Ein Sieg der deutschen Nationalelf bei der anschließenden Übertragung des WM-Spiels gegen Ghana hätte diesen gelungenen Tag gekrönt. 70 Fans verfolgten die spannende Partie im Anschluss auf der Großleinwand im Pfarrzentrum - doch auch das Unentschieden wurde gefeiert. Der Orgelförderverein, nie um gute Ideen verlegen, bereitet bereits die nächste Aktion vor. In Klein-Zimmerns Birkenhof legen die dort beheimateten Hühner derzeit fleißig Bioeier, die als Orgel-eier auf den Frühstückstischen landen sollen.

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