Ausschuss für Aufstellungsbeschluss

Sporthalle oder mehr?

Groß-Zimmern (guf) -  Nachdem die Gemeindevertretung die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal am St.

Josephshaus in Klein-Zimmern beschlossen hat, war im Dezember der beauftragte Planer Kai Oliver Heintz im Ausschuss zu Gast und erläuterte die Bauvorhaben (wir haben berichtet). Das Thema wurde in die Fraktionen verwiesen und stand Anfang dieser Woche ein weiteres Mal auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Dem Plan, im oberen Bereich nahe der Sporthalle drei Einzelhäuser zu errichten, hielt niemand etwas entgegen. Das Interesse der Kommunalpolitiker galt auch diesmal hauptsächlich dem Bau eines Fahrradweges an der Grundstücksgrenze zum Katzengraben (linker Bildrand) sowie der Nutzungs- und Stellplatzregelung für die Halle und das gesamte Areal.

Peter Eickhoff (Grüne) kritisierte, dass der Plan auch diesmal fehlerhaft und veraltet sei. Dem stimmte Kurt Werdecker (FDP/FFA) zu und ergänzte, dass auch im zweiten Verfahren der Radweg nicht eingezeichnet sei. Diese Nord-Süd-Verbindung von der Grenze zwischen Hans-Geiß-Weg bis hin zur Burgstraße im Planentwurf vorzusehen, das hatte der Gemeindevorstand Ende 2011 vorgeschlagen. Bürgermeister Achim Grimm sollte in Verhandlungen mit dem Bistum Mainz als Eigentümer hierüber verhandeln. An diesem Wunsch hielten die Kommunalpolitiker auch diesmal fest. Die Nachfrage von Gerd Merget (SPD), ob es auch nach der Bebauung noch genügend Stellplätze für Hallenbesucher gebe, beantwortete der anwesende Planer Michael Lusert. Für jeweils 50 Quadratmeter Halle müsste ein Parkplatz nachgewiesen werden, in Klein-Zimmern wären so 24 Plätze nötig und die könnten rechnerisch nachgewiesen werden. Joachim Köbel (CDU) wies darauf hin, dass die Nutzung vor Jahren von einer Sport- zur Mehrzweckhallenordnung hin geändert worden sei, da sie für öffentliche Veranstaltungen genutzt werde, und dass entsprechend andere Zahlen zugrunde gelegt werden müssen. Das soll nun ebenso geprüft werden wie Zuständigkeit für die öffentliche Stichstraße (orangefarben im Plan) die an der Halle vorbei bis zu den Gebäuden des St. Josephshauses führt. Dieser Weg würde lediglich bis zur Einfahrt des Baugebiets „In der Pfütze“ genutzt, im hinteren Teil sei er privat und müsste folglich nicht von der Gemeinde erhalten werden. Hier wäre ein Grundtausch: Straße gegen Radweg möglich, fanden einige Ausschussmitglieder. Michael Uebel (CDU) regte zudem an nachzufragen, ob weiterhin daran festgehalten werden müsste, dass die Grundstücke im Grenzbereich zum Josephshaus nicht bebaut werden sollten. Auch diese „Abstandssperre“ will Bürgermeister Grimm im Gespräch mit dem Bauherren thematisieren. Nach der Debatte waren die Ausschussmitglieder einstimmig für den Aufstellungsbeschluss. Hierüber wird die Gemeindevertretung unter anderem beschließen. Das Parlament tagt am Dienstag, 7. Februar, um 19.30 Uhr im Rathaus.

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