Spritziges Konzert zum Frühlingsanfang

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Das Jugendorchester eröffnete das traditionelle Frühlingskonzert.

Klein-Zimmern - Der Frühling ist endlich da. Sicheres Anzeichen für den Beginn der buntesten Jahreszeit ist auch das Konzert des Katholischen Kirchenmusikvereins (KKM) Klein-Zimmern. Von Ulrike Bernauer

Am Samstagabend luden die Musiker zum Frühjahrskonzert und viele Gäste nahmen die Einladung an.

Traditionell kamen die jungen Musiker als erstes auf die Bühne, das Jugendorchester unter der Leitung von Dirigent Thomas Martin stimmte die ersten Töne des Konzerts an. Mit einer abwechslungsreichen Stückauswahl erfreuten die jungen Musiker das Publikum, dabei waren traditionelle Stücke für Blasmusik, aber auch außergewöhnliche Lieder, wie das afrikanische „Siyahamba“, bei dem auch die Trommler und Schlagzeuger einen großen Einsatz hatten.

Ohne Zugabe durfte keiner von der Bühne

Ausgesprochen charmant stellten zwei der jungen Musiker, Marius Jacob und Justin Geyer, die einzelnen Musikstücke vor. „Das Stück American Patrol wurde von einem Komponisten geschrieben, dessen Namen ich noch nicht mal aussprechen kann“, erklärte Justin und erntete damit nicht nur viel Gelächter, sondern auch viel Applaus von den Zuhörern. Auch einen anderen Satz des jungen Schlagzeugers nahm sich das Publikum zu Herzen: „Sie haben richtig gelesen, wir spielen nur vier Stücke, aber wenn sie ordentlich klatschen, dann gibt es noch eine Zugabe“. Und natürlich durften die Jugendlichen ohne die Zugabe „Hang on Snoopy“ nicht von der Bühne. Sieben der jungen Musiker gingen zwar mit ihren Kollegen ab, kamen aber mit dem großen Orchester wieder auf die Bühne. Schmissig begann das große Orchester mit einem Militärmarsch „Gruß an Kiel“. Moderator Thomas Schwinn führte kenntnisreich und ausgesprochen witzig durch den Abend.

Bestens besucht war das Frühlingskonzert des katholischen Kirchenmusikvereins.

Er wunderte sich beispielsweise, dass sich in dieses Programm insgesamt fünf Filmmusiken gemogelt haben, obwohl das gar nicht in der Absicht der Musiker gelegen hätte. „Wir suchen unsere Stücke danach aus, dass die ganze Bandbreite der Blasmusik abgedeckt wird, bauen einige Highlights ein, aber auch Stücke, die das Orchester schnell erlernen kann“, erklärte Schwinn. Eine dieser Filmmusiken, die mit Sicherheit auch zu den Höhepunkten des Konzerts gehörte, war „The Lion King“, eine Musik, die bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen bekannt und beliebt ist. Das Stück bot den Musikern aber auch Gelegenheit, ihre musikalische Spannbreite zu zeigen. Von sehr gefühlvoll bis zu gewaltigen Klängen lädt das „Löwenstück“ ein.

Publikum bewies Talent

Eine große Spannbreite gab es aber auch, wie von Schwinn versprochen, insgesamt in der Stückauswahl. Neben ganz traditionellen Stücken gab es auch Rockiges von Herbert Grönemeyer oder von Eric Clapton. Das traditionelle Stück „Vom Egerland bis Oberkrain“ bot auch einigen Solisten, Gerhard Kuhr am Akkordeon, Jan Jasinski an der Trompete, an der Klarinette Torsten Henrich und am Baritonhorn Felicitas Höptner, die Gelegenheit zu glänzen.

Zwei Werbeblöcke gab es ebenfalls in diesem abwechslungsreichen Konzert. Den ersten gestaltete Pfarrer Christian Rauch, der zur Karfreitagsprozession einlud. Die soll am 6. April um 19.30 an der Kapelle des St. Josephs Haus starten. Begleitet wird die Prozession nicht nur vom KKM, sondern auch vom Gesangverein Klein-Zimmern und dem Kerb- und Kulturverein. Den zweiten Werbeblock gestaltete Schwinn vor der Pause. Die Lippen ließ er das Publikum spitzen und ruhig ein- und ausatmen. Alle mussten mal ordentlich prusten, „wunderbar Sie haben Talent“, freute sich Schwinn, „wir haben Dienstagabends unsere Probe, denn auch wir brauchen Nachwuchs“.

Ob sich am Dienstag tatsächlich mehr Musiker im Feuerwehrhaus einfinden, wird sich weisen. Tatsache ist, dass das Publikum vom Konzert begeistert war und auch das große Orchester erst nach reichlich Applaus und der Zugabe „York’ scher Marsch“ von der Bühne durfte.

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