Auf den Spuren von König Artus

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Bei Ferienspielen von ASB und Pfiffikus dreht sich in dieser Woche alles um Ritter.

Gross-Zimmern - In und um das Jugendzentrum geht es in diesen Tagen besonders heiß her. 60 Ferienkinder haben sich in edle Ritter, anmutige Burgfräulein und tapfere Helden verwandelt. Auf den Spuren von König Artus und Co. geht es durch die erste Ferienwoche. Von Ursula Friedrich

Sechs Teamer unter Leitung von Stefan Ehrenstamm halten die muntere Schar auf Trab. Erstmals haben damit der ASB und die Schülerbetreuung Pfiffikus das Heft in der Hand – die Kinder- und Jugendförderung der Gemeinde schulterte bislang die Ferienspiele im Alleingang.

Nun sind sie als Kooperationspartner mit im Boot – primär jedoch für die fünfte und sechste Ferienwoche verantwortlich. Dann wird das Juz zu Fußballcamp und Western-City. „Nach sieben Jahren Zirkusferien brauchen wir mal eine Zirkuspause“, meinte Jugendpfleger Tom Hicking schmunzelnd.

Kinder basteln Rüstungen, Waffen und Drachen

Doch zurück in die Ritterzeit, die erste Ferienwoche. Kinder zwischen acht und dreizehn Jahren basteln Rüstungen, Waffen und Drachen, vertreiben sich zwischendrin jedoch auch mit Fußball, Tischkicker, Billard und Gesellschaftsspielen die Zeit. Insbesondere in der Randzeit, der Frühbetreuung ab 7.30 Uhr, wenn noch nicht alle Ferienkinder am Start sind. Das Zeitfenster der Betreuung wurde speziell für berufstätige Eltern ausgedehnt. Nach einem Ausflug zur Breuburg wird seit heute kräftig trainiert. Am Freitag, dem Abschlusstag, werden ab 10 Uhr die Vorbereitungen für das Ritterturnier getroffen.

Dass Schwertkampf nicht nur Männersache ist, zeigt im Training Insa beeindruckend. Sie nimmt es gleich mit zwei Gegnern auf und schlägt sich wacker – das rosa Prinzessinnenkleid ist überhaupt kein Handicap.

Statt Wildsau am Spieß gibt es Tortellini

Während andere noch an der Montur arbeiten, steckt Felix bereits im Kostüm. „Das ist aber noch von Fastnacht“, plaudert der kleine Ritterfan, der am nächsten Tag vielleicht im Knappenkostüm kommen will.

Wenig ritterlich geht es in der Küche zu. Dort war zunächst Essen wie zur Ritterzeit angedacht. „Aber wir haben viele Vegetarier, Kinder die Laktose nicht vertragen, da ging es nicht, “ so Sozialpädagoge Ehrenstamm.

Statt Wildsau am Spieß gibt es Tortellini in Sahnesoße, Eis und Spätzle – das 21. Jahrhundert hat eben auch seine Vorteile. Für alle Ritterfans geht es in der zweiten Ferienwoche weiter. 60 Kinder starten, dann allerdings als Yediritter, mit Laserschwert und Raumschiff in ferne Galaxien.

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