Gemeindeparlament beschließt Beitritt zum 1. Juli 2012

Standesamtbezirk Dieburg das Ja-Wort gegeben

Auch nach dem Beitritt zum Standesamtbezirk Dieburg können sich Heiratswillige weiter im Glöckelchen das Ja-Wort geben. Foto: ula

Groß-Zimmern - Verliebt in Zimmern, geheiratet in Dieburg? So dramatisch werden die Konsequenzen nicht sein, wenn die Gemeinde dem gemeinsamen Standesamtbezirk Dieburg (Münster, Messel und Eppertshausen sind ebenfalls mit im Boot) beitritt. Von Ursula Friedrich

Unter dem Stichwort „Interkommunale Zusammenarbeit“ beschlossen die Vertreter des Gemeindeparlaments einstimmig, zum 1. Juli 2012 dem Dieburger Bezirk beizutreten. Dies bedeutet für die Einwohner, dass Anträge, Beurkundungen und andere formelle Behördengänge künftig in der Nachbarstadt erledigt werden müssen.

Trauungen können wahlweise im Dieburger Trauzimmer oder aber wie bisher im Glöckelchen vorgenommen werden. Bislang haben 35 Paare angekündigt, sich 2012 das Ja-Wort zu geben.

Durch die neue Zusammenarbeit werden Kompetenzen gebündelt und Kosten gedrosselt. Im Haushaltsjahr 2010 lagen die Ausgaben im Bereich des Zimmerner Standesamts bei 99 000 Euro, die Einnahmen bei rund 14 000 Euro. Durch den Beitritt zum Standesamtsbezirk Dieburg kämen auf die Gemeinde Kosten von 2,49 Euro je Einwohner, also etwa 34 560 Euro zu.

Durch die personelle Entwicklung im Rathaus scheint der Beitritt zum einheitlichen Standesamt günstig.

Bislang standen zwei Standesbeamte in den Diensten der Gemeinde, zusätzlich können Bürgermeister Achim Grimm und Hauptamtsleiter Stefan Herbert Aufgaben des Amtes wahrnehmen. Ende 2011 wurde ein Standesbeamter in vorzeitigen Ruhestand versetzt, die verbliebene Sachbearbeiterin wird künftig andere Aufgaben im Rathaus bei gleichem Stundenaufwand wahrnehmen.

Der Löwenanteil im Aufgabenpensum der Beamten 2011 war den Eheschließungen gewidmet, 64 Anträge mussten im Standesamt bearbeitet werden, 46 Mal wurden Paare getraut. 48 Sterbefälle, 21 nachträgliche Namenserklärungen, fünf Vaterschaftsanerkennungen und weitere Beurkundungen beschäftigten die Mitarbeiter außerdem.

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