Startschuss für Blau-Weiß

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Diese jungen Herren werden Sie in der nächsten Zeit öfter sehen. Die blau-weißen Kerbborschte 2009 trafen sich zum Kennenlernabend mit Eltern, Freunden und Helfern.

Groß-Zimmern - (bea) „Jede helfende Hand ist wichtig“, sagt Thomas Beutel, Vorsitzender des Kerbvereins, „die jungen Leute müssen von einem Termin zum anderen“. Beim Kennenlernabend am Samstag im Glöckelchenkeller sollen sich nicht die jungen Männer näher kommen - die kennen einander oft schon seit dem Kindergarten.

Ihre Eltern sollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, und ihre helfenden Hände sind es auch, die gefragt sind.

„Natürlich unterstützen wir unseren Sohn Christian, finanziell, aber auch bei Veranstaltungen“, sagt Wilfried Fröhlich.

Helfen wollen auch Bettina und Dieter Frank. Sie haben das Kerbeltern-Dasein noch nicht erlebt und sind gespannt, was auf sie zukommt. Frank ist kein Zimmerner und war selber nie Kerbborscht. Der älteste Sohn hatte kein Interesse und bis jetzt ließ ihn die Kerb eher kalt. „Es ist mir zu laut und mich stört die Sauferei“, sagt er. Darin stimmt seine Frau zu, ergänzt jedoch: „Aber der Erhalt und die Weiterentwicklung des Brauchtums gefallen mir“. Zum Thema Trinkfestigkeit sagen Astrid und Waldemar Orth. „Unser Sohn muss nicht trinken können, sondern wissen, wann Schluss ist“. Die beiden sind ebenfalls ungeübte Kerbeltern. „Auf jeden Fall bedeutet es viel Arbeit, dass ist uns klar“, sagt Waldemar Orth. So viel weiß auch der Bogenschütze Franz-Josef Wolter. Auch er konnte kein Kerbborscht sein, schließlich stammt er aus Dieburg.

Inzwischen sind die Kerbborschte gekommen. Einer der ihren hatte Abschlussball und den wollten sie abholen.

16 Blau-Weiße sind sie und es sieht auch nicht so aus, als würden noch viele vom Jahrgang 1989/90 hinzukommen. Nach dem „Riesen“-Jahrgang vom Vorjahr werden diesmal wieder relativ wenige Kerbborschte das Fest gestalten. „Seit drei Jahren treffen wir uns locker und seit der letzten Kerb regelmäßig“, erzählt Christian Nowak. „Wir sprechen darüber, wer Kerbmädchen wird, machen sozusagen ein Casting“, grinst Florian Cöster. Auf Nachfrage sagt er: „die Mädchen, die im Rennen sind, wissen schon Bescheid“. Es wird aber auch überlegt, wo der Kerbbaum versteckt werden kann und ganz konkret ist bereits die der Planung der Kerb-vor-Party. Die soll am Samstag, 16. Mai, steigen und bildet den eigentlichen Startschuss für die Vorbereitungsfeiern der Kerb. Um 20.09 Uhr wird es auf dem Gelände hinter der Rad- und Rollsporthalle losgehen, DJ Mickat sorgt für passende Musik und alle Zimmerner sind zu dem ersten Kerbevent 2009 herzlich eingeladen.

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