Stein auf Stein, das Zeughaus wird bald fertig sein

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Dem Zeughaus von Kerbverein und OWK konnte man beim Wachsen zusehen.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Einen zehn-Zentimeter-Stein brauchen wir“, schallt es von oben nach unten. Sogleich setzt sich einer der Helfer in Bewegung und sucht nach einem passenden Stein. Wird der nicht gefunden, kommt Lärm über die ansonsten eher ruhige Baustelle, denn dann wird sogleich ein Betonstück passend zugeschnitten.

Dem Zeughaus von Kerbverein und Odenwaldklub (OWK) konnte man an diesem Samstagvormittag beim Wachsen zuschauen. „Heute werden wir mit den Mauerarbeiten fertig“, dieser festen Überzeugung sind die beiden Baufachleute Elmar Illert und Philipp Pullmann, die oben auf dem Gerüst stehen und die Steine einsetzen. Die beiden leisten an diesem Vormittag die Hauptarbeit, die anderen Mitglieder von Kerbverein und OWK übernehmen eher Handlangerdienste und sorgen für gute Laune. „Die Presse kommt, Männer, an die Steine!“, heißt es lachend und: „Wenn Sie noch ein wenig bleiben, ist das Zeughaus dreimal so schnell fertig.“

Aber, Scherz beiseite, Illert und Pullmann verstehen ihre Arbeit und würden sich von den anderen wohl kaum ins bestens gelernte Handwerk pfuschen lassen.

Die Stimmung auf der Baustelle ist prächtig, das Wetter, am Morgen noch kalt mit Nieselregen, bessert sich zusehends und die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein. Die beiden auf dem Gerüst beginnen bereits mit der Dachschräge. An der einen Seite kann man die fertige Neigung (fünf Prozent) schon bewundern.

Einzug soll noch im Sommer stattfinden

„Der OWK und wir arbeiten gut ergänzend gut zusammen. Zuerst haben wir das Gebäude der Wanderer hochgemauert, nun folgt unser Teil“, erklärt Kerbvereinsvorsitzender Thomas Beutel. In drei Wochen soll das Dach gesetzt werden und ein Richtfest verspricht Beutel auch. Zwei Firmen habe man als Sponsoren gewonnen.

Einziehen wolle man auf jeden Fall noch im Sommer, wann genau, kann jedoch keiner der freiwilligen Arbeiter sagen. Es kommt wohl auf das Wetter und die Verfügbarkeit der freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer an.

Eilig ist es dennoch allen. „Wir müssen endlich unsere Materialien aus den provisorischen Lagern rausholen“, erklärt Beutel. Der Jahrmarktstand wird hier seinen Platz finden oder der Kerbkranz.

Empfindliche Gegenstände wie Stoffe oder Papiere können die Vereine im Zeughaus jedoch nicht unterbringen, schließlich werden die großen Räume über keine Heizung verfügen.

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