Stetig rührender Einsatz für die Orgel

+
Einmal probieren. Barbara Wörthche (rechts) mundet die Zwetschgenlatwerge, die Maria Nolden noch würzen will, schon richtig gut.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Schmeckt köstlich“, befindet Barbara Wörthche. Sie hat gerade die Orgellatwerge ausprobiert, die im kupfernen Kessel vor sich hin köchelt. Dabei sind im fast schwarzen Zwetschgenmus bis jetzt noch keine Gewürze und ausreichend gezuckert ist sie auch noch nicht.

Das Rezept ihrer Würzmischung für die Ladweje - wie man auf Zimmnerisch sagt - verrät Maria Nolden nicht. Sie lässt sich nur zu einem „Rühren, rühren und nochmals rühren, damit auch ja nichts anbrennt“, hinreißen. Fleißig rühren, das tut Helmut Griha schon seit Stunden, ab und zu wird er mal abgelöst, wenn Besuch aus dem Pfarrzentrum vorbeikommt.

100 Kilo Pflaumen verbreiten schon einen köstlichen Duft. Rund 140 Gläser Pflaumenlatwerge soll es daraus geben. Die sollen verkauft werden, der Erlös fließt in den Topf für die Anschaffung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche.

„Nicht zu früh anfangen, zu rühren“

Bereits seit 4.30 Uhr sind Nolden und Griha auf den Beinen, da haben sie die Zwetschgen bei Bäcker Nennhuber geholt. Um fünf Uhr in der Frühe wurde der Kessel angeheizt.

Man darf nicht zu früh anfangen, zu rühren“, sagt Nolden, „erst dann, wenn das Mus von den Seiten hoch kocht und in der Mitte zusammenfällt“. Aber diese Phase haben die beiden und ihr Mus längst hinter sich, bald kommt die endgültige Würzung und ab 15 Uhr wird die süße Köstlichkeit an die ersten Interessenten abgegeben.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare