Katharina Kabis-Eck: „Mit Drillingen ist alles viel komplizierter“

DRK stiftet Federwiege

Die Drillingseltern Katharina Kabis-Eck und Matthias Eck (von links) freuen sich über die Federwiege, eine Spende des Roten Kreuzes, die Angela Hinze und Heidi List überbrachten. Noch passen Stella Maria, Clara Martina und Lucia Frieda zusammen in die ganz besondere Schaukel. Foto: Bernauer

Groß-Zimmern (bea) - „Zwillinge gab es öfters, aber Drillinge sind in unserem Familienstammbaum einmalig“, sagt Matthias Eck, während er eines seiner drei Töchterchen auf dem Arm beruhigt. Von Ulrike Bernauer

Mutter Katharina Kabis-Eck legt Rot-Kreuz-Frau Heidi List ein Kind in den Arm und Angela Hinze, ebenfalls vom Groß-Zimmerner DRK, wiegt das dritte Mädchen.

Drei Kinder auf einmal sind ein Segen, aber mitunter auch nicht so leicht zu versorgen. „Habt ihr einen Wunsch?“, hatten die Mitglieder des DRK gefragt, die die Drillingseltern gut kennen. Die wünschten sich eine Federwiege, in der man gut eines der Kinder ablegen und leicht wiegen kann.

„Das Wippen und Schuckeln erinnert an die Bewegungen im Mutterleib und beruhigt die Kinder“, erklärt die Drillings-Mutter.

Am 12. September sind Stella Maria, Clara Martina und Lucia Frieda mit einem Kaiserschnitt in der Darmstädter Klinik zur Welt gekommen. Nach Hause durften die drei Frühchen, sie wurden in der 28. Woche geholt, aber noch lange nicht. Die Kleinste wog nur 700 Gramm, ihre kräftigste Schwester brachte immerhin 1200 Gramm auf die Waage. „Wir waren glücklich, dass sie alle drei nicht beatmet werden mussten“, sagt der Vater.

Dennoch mussten die Winzlinge, „die kleinste war gerade mal zwei Hände voll“, staunt der Vater noch im Nachhinein, erst mal auf der Intensivstation gepäppelt werden. Das geschah in der neonatologischen Abteilung der Station C der Kinderklinik Prinzessin Margaret.

Eine Gelegenheit auch für die Eltern, die wichtigsten Pflegemaßnahmen zu erlernen. Die Unterrichtung erhielten sie auch hier von Schwestern des Roten Kreuzes. Am 23. November durften die drei Kleinen endlich nach Hause. Kurz vor Weihnachten und mittlerweile drei Monate alt, sind sie zwar immer noch winzig. Aber mit einem Gewicht von drei Kilo, auch die Kleinste hat schnell aufgeholt, kommen sie ihren Eltern richtig groß vor.

Hilfe wird die dreifache Mutter auch in Zukunft benötigen, vor allem wenn der Ehemann auf Dienstreise ist. Eine Familienpatin wird zwei- bis dreimal die Woche kommen, die Schwiegermutter hilft und die junge Tante der Babys wird nach dem Abitur wohl auch häufiger Zeit haben.

„Aber mit Dreien auf einmal ist alles viel komplizierter“, so die Eltern. Schon allein das Ausfahren sei eine logistische Herausforderung. „Wir werden uns wahrscheinlich eine Zwillingskarre und einen Einzelkinderwagen anschaffen, alleine kann man sowieso nicht mit allen Dreien spazieren gehen.“

Da kommt das Angebot der beiden Damen vom DRK Groß-Zimmern gerade recht.

Sie wollen es bei der Spende der Federwaage nicht belassen und betonen: „Wenn ihr Hilfe braucht, wir übernehmen die drei gerne mal zum Spazieren fahren.

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