Stockbrot und Märchen

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Kein freies Plätzchen gab es am Lagerfeuer. Von allen Seiten wurden die Hölzer mit Stockbrot in die Flammen gehalten.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Große Augen machten die jungen Zuhörer bei den Geschichten von Märchenerzähler Gerrit Langenbruch. Der trug beim Feuerfest der Waldschule traditionelle Märchen vor, nicht nur aus Deutschland und Dänemark. Beim japanischen Märchen ging es um den Regen und was noch so alles passieren kann, wenn der Himmel seine Schleusen öffnet.

Gespannt lauschten die Zuhörer auch einem griechischen Märchen von einer Prinzessin, die einfach nicht sprechen wollte. Vor dem stillener Teil des Abends konnten die Feuerfestbesucher viel selber machen. Duftkohle mit ganz verschiedenen Gerüchen stellten die Kinder selber her. Spannend fanden viele der Teilnehmer, wie man mit Holzkohle eine Vertiefung in eine Holzscheibe brennen kann. Kräftig blies Jens Rühl in die Glut, um die Schale für seinen Sohn Felix herzustellen. „Das ist auf Dauer für die ganz Kleinen zu anstrengend“, stellte der Vater des Fünfjährigen fest. Begeistert war der Zimmerner von den vielseitigen, kreativen Ideen für das Feuerfest. „Eine sehr gelungene Veranstaltung mit tollen Bastelvorschlägen und hervorragender Bewirtung“, fand Rühl, der öfter mal das Waldschulgelände besucht.

Neues vom Waldschulgelände

Suppe, Flammkuchen und Schmalzbrot sowie Glühwein, der jedoch aufgrund der milden Temperaturen nicht sehr gefragt war, gab es für die Großen. Stockbrot am Lagerfeuer zog die Kleinen an, wobei so manches der dünnen Brote nach der Fertigstellung eher Holzkohle glich und nur in Teilen im Magen landete. Für die hungrigen Bäcker war als Ersatz genügend Flammkuchen aus dem großen Lehmofen da.

Bevor es dunkel geworden war, hatten sich zahlreiche Besucher noch über die Neuheiten auf dem Waldschulgelände informiert. Größter Anziehungspunkt waren dabei der neue Klangbaum und der selbst gebaute Lehmofen, den viele noch nicht gesehen hatten. Faszinierend fand Alexander Götsch aus Münster den Einfallsreichtum der Waldschul-Aktiven. „Es gibt immer etwas Neues und auch meinen Söhnen im Alter von sieben und neun Jahren gefällt es hier sehr gut. Heute sind die Attraktionen das Feuer und das Stockbrot“.

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