Stunde der Gartenvögel

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An der „Stunde der Gartenvögel“ beteiligte sich auch der NABU Groß-Zimmern. Nahe der Waldschule hielt eine Gruppe von Vogelliebhabern nach den gefiederten Freunden Ausschau.

Groß-Zimmern (bea) ‐ „Auch bei diesem nieseligen Wetter fliegen die Vögel, die mögen eine leichte Feuchtigkeit sogar ganz gerne“, erklärte Dr. Lothar Jacob, Vorsitzender des Groß-Zimmerner NABU den Vogelfreunden. Die beteiligten sich am Sonntag mit der Waldschule an der Stunde der Gartenvögel, bei der in 450 hessischen Gärten 15 050 Vögel gezählt wurden.

Am häufigsten wurde die Amsel mit (1 779 Vögel) gesichtet, dicht gefolgt vom Haussperling. Mit größeren Abständen folgten dann Kohl- und Blaumeise. Viele Arten wurden einmalig gesichtet, wie der Wespenbussard, der Pirol oder der Waldkauz. Allerdings sind die auch nun nicht die typischen Gartenvögel.

Nicht nur die typischen Arten haben auch die Vogelzähler an der Waldschule gesehen.

Schließlich liegt die Waldschule - wie der Name schon sagt - am Rande des Waldes. Amseln wurden allerdings auch hier gesichtet, der Zilp-Zalp machte sich bemerkbar und eine Mönchsgrasmücke hat ganz offensichtlich ein Nest im Himbeergestrüpp bezogen, direkt neben an der Waldschule.

Mal wieder eine Heckenrose anpflanzen

Solche dichten Hecken mit Dornen sind optimal für das Brüten“, erklärte Jacob. „Hier können weder Elstern noch Eichhörnchen die Nester plündern“. Eine Lanze brach Jacob für die räuberischen Vögel, die in der Bevölkerung nicht gerade beliebt sind. „Wir schaffen mit der Veränderung der Landschaft erst die Bedingungen für die Elstern, andere Vogelarten zu plündern. In einer Thujahecke sind die Nester gut einsehbar für die schwarzweißen Vögel“, erklärte er.

Sein Rat: anstatt der Nadelhölzer mal wieder eine Heckenrose anpflanzen, da können Vögel gut brüten. Ihre Jungen gut aufziehen kann auch die Blaumeise im Nistkasten an der Waldschule. Sechs Eier liegen im Nest.

Genau sehen kann man das, weil eine Kamera im Nistkasten Bilder in Echtzeit überträgt. Meistens sieht man nur die Meise beim Brüten, nur wenn sie Hunger hat und sich was zu essen suchen muss, sind die Eier sichtbar. Ein zweiter Brutkasten ist verwaist. In den Eiern, vermutlich ebenfalls von einer Meise, ist kein Leben. „Wahrscheinlich wurde die Mutter getötet“, vermutet Jacob. Der Naturschützer hofft allerdings auf eine Zweitverwertung der komfortablen Heimstätte noch in diesem Jahr. Ein Star lässt sich dann noch hoch über den Köpfen der Teilnehmer blicken, erkennen kann man ihn an seinem Flugbild.

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