„Sturer Kopf“ hat viel erreicht

+
Kritisch blickt Heinz Held bei der Verleihung des Landesehrenbriefes.

Groß-Zimmern - „Es ist schön, wenn man für die geleistete ehrenamtliche Arbeit ein Dankeschön erhält“, sagte Heinz Held (68) am Sonntag nach seiner Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessens und wollte den Dank gleich weitergeben.

„Ohne die Unterstützung anderer wäre vieles nicht möglich gewesen. Deshalb bedanke ich mich bei meinen Vereinskollegen und allen anderen Helfern." Der Groß-Zimmerner Kreisbeigeordnete Dieter Emig war sehr erfreut, die Urkunde an seinen Freund übergeben zu können.

Heinz Held war 1980 Mitbegründer des Kerbvereins und bis zum Jahr 2000, also 20 Jahre lang, dessen Vorsitzender. Von 2000 bis 2011 leitete er das Gremium der Ortsvereine.In beiden Vereinen ist er heute Ehrenvorsitzender. Seit 1998 ist er auch noch Beisitzer im Glöckelchen-Verein und seit der Gründung auch im Verein „Bel(i)ebt Groß-Zimmern. „Seinen beruflichen ehrenamtlichen Einsatz will ich an dieser Stelle nicht würdigen. Wir müssten sonst die folgenden Veranstaltungen auf heute Nachmittag verschieben“, sagte Emig. Den Geehrten zeichne Beharrlichkeit aus, mancher würde auch sagen, er könne ein sturer Kopf sein. Aber die Gemeinschaft brauche streitbare Persönlichkeiten viel dringender „als die weichgespülten Harmonietheoretiker, die schon bei der Androhung von Ehrenämtern das Weite suchen.“

Auseinandersetzungen seien mitunter laut gewesen

Der Kreisbeigeordnete berichtete von früheren Begegnungen mit Held. Auseinandersetzungen seien mitunter laut gewesen und es sei auch Klartext geredet worden. Aber persönlich habe man das nie genommen, es sei immer um die Sache gegangen.

„Am Ende half die Musik und vielleicht die Tatsache, dass wir am gleichen Tag Geburtstag haben, dass wir bis heute Freunde geblieben sind.“ Gerührt sang Held die Zimmerner Nationalhymne mit, die seine Kollegen von den Kerb Dixie Stompers für ihn spielten. Dann wurde er jedoch gleich wieder zum Mitspielen gerufen. „Wir haben nur eine Trompete, wenn die nicht dabei ist, ist da einfach ein Loch“, kommentierte er die Tatsache, dass er sofort nach seiner Ehrung wieder selbst ran musste.

Rede sehr kritisch angehört

Auch für seinen etwas düsteren Gesichtsausdruck während der Ehrung hatte Held eine Erklärung. „Es war am Abend vorher sehr spät geworden und ich habe mir die Rede sehr kritisch angehört.“ Nach dem feierlichen Akt bewies der Zimmerner aber auch, dass ihn sein Humor nicht verlassen hat. Mit Ehefrau Veronika, Dieter Emig, Bürgermeister Achim Grimm und dem CDU-Landtagsabgeordneten Manfred Pentz, letztere hatten ebenfalls ein paar Worte gesprochen und gratuliert, konnte Held gleich wieder herzhaft lachen. 

bea

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare