Schweitzer-Schule eint multikulturell beim Helfen mit Musik

Superstimmung in ausverkaufter Halle

Rafet el Roman mit Tochter Suelnur und vielen jungen Künstlern der ASS. -  Fotos (3): Friedrich

GROSS-ZIMMERN - Popstars, Nachwuchstalente und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) setzen am Freitag ein Zeichen für eine reiche Gesellschaft vieler Nationen.

Bei der Benefizveranstaltung nahm Ehrengast Ayleen Jelinek Platz im Publikum – dem krebskranken Mädchen werden die Einnahmen des Konzerts gestiftet.

In seiner Heimat ist er ein Star. An der ASS nun auch: der türkische Sänger Rafet el Roman. Doch beim ersten „Concert of Diversity“, das rund 400 Menschen in die Turnhalle zog, teilte der prominente Gast nur allzu gerne das Rampenlicht. Das Ereignis bereicherten eine Vielzahl Interpreten, die für die gute Sache auf die Bühnenbretter gingen. Wem es an Sangestalent mangelte, bestach in Sketchen und Tanzeinlagen. Im Publikum saß auch die an Knochenkrebs erkrankte Ayleen. Tapfer war die kleine Patientin trotz anstrengender Fieber und Infusions-Therapie von der Klinik nach Groß-Zimmern gekommen. „Mir geht es gut“, erklärte sie lächelnd, ein rosa Glücksschwein auf den Knien, das ihr mitsamt eines 2 500 Euro hohen Spendenschecks überreicht wurde (die endgültigen Einnahmen werden erst später ermittelt).

Französische Balladen, englische Rocksongs, flotter Rap und charismatische türkische Lieder boten den vielen Gästen, darunter neben viel Prominenz auch der türkische Generalkonsul Ilhan Saygeli, ein emotionales Wechselbad. Mal wurde geklatscht, mal ein Feuerzeug entflammt oder mitgesungen. Neben Rafet zählten zur Vielzahl der Interpreten Schüler und Schulbands sowie Gäste aus der Region. Den Abschluss bildete die ehemalige Schulband „Stainless“, inzwischen flügge und berühmt geworden.

„Die Schüler sind total froh, dass Ayleen kommen konnte“, sagte Lehrerin Jutta Berger, die das Konzert mit ihrer Gymnasialklasse 8c ermöglichte und von Musiklehrer Alex Piechaczek tatkräftig unterstützt wurde.

Am Anfang habe die Idee eines Wohltätigkeitskonzertes gestanden, so die Pädagogin, ursprünglich war es bereits für April geplant.

Als Glücksfall erwies sich, dass Popstar Rafet zwei Töchter an der ASS hat – die guten Beziehungen sorgten dafür, dass er ohne Gage auftrat. Nebenbei präsentierte sich Tochter Suelnur als aufsteigender Stern am Pophimmel.

Ein Duett mit dem Vater, umringt von den 25 Schülern der 8c bildete den fulminanten Abschluss des Konzerts.

Das Ereignis hatte ungeahnten Erfolg. Innerhalb weniger Tage waren alle Tickets verkauft, die Halle bis auf den letzten Platz gefüllt.

Mit viel Musik demonstrierten die Teilnehmer das harmonische Zusammenwirken vieler Nationen. Ein Spiegel des Schulalltags? 750 Schüler aus 25 Ländern besuchen die ASS, so Schulleiter Helmut Buch. 31 Prozent der Schülerschaft hat ausländische Wurzeln. Diese bunte Schulgemeinde lebt und lernt an einem Ort und trägt dem Abbild einer multikulturellen Gesellschaft auf ihre Weise Rechnung. J ula

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