Kürbismarkt in Groß-Zimmern

Tausende beim Kürbismarkt

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Hatten beim pfundigen Kürbisprogramm jede Menge Spaß: Marie und Cheyenne (rechts).

Gross-Zimmern - „Zimmern, Zimmern, do will isch immer soi“, das lokale Gesangsduo Otto & Otto stimmte eine Liebeshymne auf der Aktionsbühne an – und zumindest am Sonntag wurde diese Herzensangelegenheit von vielen Tausend Besuchern mitgetragen. Von Ursula Friedrich

Der 14. Kürbismarkt wurde zur Großveranstaltung, die in die ganze Region ausstrahlte und Besucher anlockte. Auf dem Roten Platz und in der Mehrzweckhalle herrschte am Sonntag kaum noch ein Durchkommen. Die Kürbissuppen beim Lions-Club waren bereits vor 13 Uhr komplett weggegessen, am Kuchenbüfett musste unentwegt nachgelegt werden, vor der Bühne war Massenandrang. Hier ließen insbesondere die jüngsten Bestreiter des Kulturprogramms die Publikumsherzen höher schlagen, Tanzgruppen und der Kinderchor der Chorgemeinschaft. Die Kürbismarktmedaille hatte zwei Gesichter – die des Samstags war trüb. Just zur Markteröffnung um 15 Uhr begann es zu regnen. Immerhin: Vom miesen Wetter profitierten die Hobbykünstler, die diesmal einen noch größeren Markt in der gut geheizten Mehrzweckhalle boten. Weniger Glück hatten die acht Vereine, die im Rahmen des ersten Neubürger-emfangs mitmachten. Der heimelige Dresselhof war aufwendig mit Aktionsständen, Bastelwerkstatt und Büfett herausgeputzt worden. Von rund 60 angemeldeten Neubürgern erschienen immerhin drei Dutzend. Der süffige Federweise aus dem Dresselladen mundete ebenso wie die Kürbiscremesuppe von Dresselgastronom Martin Lütjen.

Eine Bekenntnis zur Heimat Zimmern legten die vielen Vereine ab, die mit ihren Ständen und Aktionen den Kürbismarkt bereicherten. Der neue Kerbborschtejahrgang bot gleich 500 Kürbisse feil, um damit die finanzielle Grundlage für die Kerb 2014 zu legen. Das Rezept gaben sie zwar nicht preis, dafür bot der Orgelförderverein jedoch 100 Gläser der frisch eingekochten Latwerje an – zu Gunsten der neuen Orgel für St. Bartholomäus. Für den Antiagressionsraum im Jugendzentrum spendete der Lions-Club die Einnahmen des Kürbissuppenverkaufs. Hier hatten „völkerübergreifend“ zwei heimische Köchinnen die Siege im Kürbissuppenwettstreit davongetragen: Ulrike Wienkoop aus Groß-Zimmern und Heidrun Büttner aus Klein-Zimmern. Wer keine Suppe mehr abbekam, konnte auf dem Kürbismarktareal nach Herzenslust schlemmen. Von Kürbismarmelade bis zur Wollschweinwurst, Proseccotrüffeln, gegrillten Wachteln, Zwiebelkuchen und vielen weiteren Leckereien reichte das kulinarische Repertoire. Mit großem Einfallsreichtum sorgten auch die Gewerbetreibenden am Sonntag für eine Bereicherung des Markttreibens. Hier wurden nicht einfach die Pforten der Geschäfte geöffnet. Kletterwand, Balancierkreisel, Gewinnspiel und Sektempfang – auch die Gewerbetreibenden ließen sich etwas einfallen, um den 14. Kürbismarkt auf ihre Weise zu bereichern.

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