Mehrere hundert Besucher bei „Welt der Riesenspinnen“

Theraphosa blondi ist „nicht so gut drauf“

GROSS-ZIMMERN - Ihre Lebenserwartung ist wesentlich höher als die eines Hundes - in Sachen Sympathiepunkte dürfte die Theraphosa blondi jedem Vierbeiner aber ziemlich nachstehen. Von Jens Dörr

Müsste man jedenfalls meinen, denn Vogelspinnen lösen nicht bei jedem gleich Rufe des Entzückens aus, wie es bei Bello oder Struppi häufiger der Fall ist. Doch wie bei so vielem im Leben, so lässt sich auch hier ein Gegenargument ins Feld führen: Die Ausstellung „Welt der Riesenspinnen“ jedenfalls war kürzlich in der Groß-Zimmerner Rad- und Rollsporthalle aufs Neue ein Erfolg.

Mehrere hundert Besucher wollten über den Tag hinweg die mehr als 70 Terrarien mit Spinnen und Heuschrecken sehen.

Schon im vergangenen Jahr, als die Ausstellung im Februar in der Waldstraße gastierte, gab es viel Zuspruch. Für die Ausstellerfamilie Sperlich, die aus Niedersachsen kommt, dort auch ihre Basis hat und von dort aus auch Tiere verkauft, ein Grund zur erneuten Einkehr - und die Zimmerner werden scheint’s nicht spinnenmüde. Viele nutzten erneut die Gelegenheit, sich eine Vogelspinne über die Hand krabbeln zu lassen, wobei sich besonders die Jugend mutig hervortat. Ein wenig Überwindung kostet es auch jene, die prinzipiell keine besondere Furcht vor Spinnen haben; ruht oder läuft das Wesen erst einmal auf der Hand, so ist das pelzige, flauschige Tier aber fast schon ins Herz geschlossen. Passieren kann wenig bis garnichts: Sollte tatsächlich einmal eine der von der Sperlichs gezeigten Spinnen zubeißen, so wäre dies laut Ausstellerfamilie nicht schlimmer als der Stich einer Wespe.

Die Theraphosa blondi blieb am Donnerstag trotzdem im Terrarium. Die Spinne, so groß wie eine menschliche Hand und mit bis zu 30 Jahren Lebenserwartung, sei „heute nicht so gut drauf“. Deshalb durfte sie niemand auf die Hand nehmen, Mindergiftigkeit hin oder her.

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