40 Tonnen Salz lagern im Silo

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Der Schwimmbad-Parkplatz ist eine der letzten Flächen, die vom Schnee geräumt werden. Vorzugsweise donnerstags, wenn das Hallenbad geschlossen ist.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Der frühe Wintereinbruch hat zu Hamsterkäufen bei Streusalz geführt. Die Bestände im Handel waren n Groß-Zimmern schon am Donnerstagabend aufgebraucht. In manchen Märkten heißt es „Wir warten täglich auf Ware“, andere vertrösten: „Vor nächster Woche gibt es nichts.“

Um ihrer Pflicht nachzukommen und die Bürgersteige vor dem Haus eisfrei zu halten, greifen viele zu Kochsalz, andere nehmen Asche, Spielsand, sogar Katzenstreu wurde schon mal ausprobiert.

Wir sind gut vorbereitet“, sagt Bauhofleiter Peter Jonas zufrieden auf die Frage, ob die Gemeinde für den frühen Wintereinbruch gewappnet sei. Das 40 Tonnen fassende Silo sei gut mit Streusalz gefüllt. „Wieviel genau gebraucht wird, kann man nicht vorhersagen“, erklärt Jonas. Von vergangenen Freitag bis Montag wurden rund fünf Tonnen Salz gestreut. Jonas hofft, dass der Winter nicht so eisig wird wie der letzte, bei dem es zuletzt keinen Nachschub mehr gab. Die Liste der Straßen, die vom Bauhof geräumt werden, wurde 2010 gekürzt. „Wir fahren die Hauptstraßen ab und auf jeden Fall die öffentlichen Gehwege“, so Jonas.

Die Anwohner schaufeln lieber selbst Gehwege frei

Manche Anwohner seien froh, wenn in den Seitenstraßen nicht geräumt wird. „Die Bürger schaufeln ihre Gehwege frei und dann schieben wir mit unserem breiten Schild den Schnee grad wieder drauf, weil sonst gar kein Platz ist“, beschreibt der Bauhofleiter und räumt mit einem weiteren Fehlglauben auf. „Wir sind am Montag, als es permanent schneite, nicht gefahren, weil das nichts bringt.“

Wie auch andere Winterdienste warten die Zimmerner mittlerweile das Ende des Schneefalls ab. „Räumen wir, wenn es noch schneit, dann ist eine halbe Stunde später unter Umständen alles wieder zu.“ Gefahren wird dann eher bei Sonnenschein, den es nach dem Schneefall ja oft gibt, denn: „Wenn es taut, lassen sich Schnee- und Eisreste leichter von der Straße entfernen.“

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