Traumhafter Bauernhof

+
Das Hoffest von Bauer Mann ist um die Mittagszeit bestens besucht.

Groß-Zimmern - Alessia wirft jubelnd die Federn hoch. Zur sicherheit hat kneift sie dabei die Augen fest zu. Die Dreijährige ist vom Bad in den Gänsefedern begeistert, auch von den vielen Tieren, die es beim Hoffest von Bauer Mann zu sehen gibt. Von Ulrike Bernauer

An die Truthähne lässt Klaus Mann zur Sicherheit zwar niemanden ran, aber die meisten Tiere, die auf dem Hof leben, dürfen gestreichelt werden.

Die zweijährige Emilie hockt in einem Auslauf mit Hasen und schaut ein wenig verdutzt. Gerade als sie den weißen Hasen streicheln will, hüpft der davon und erschreckt das kleine Mädchen. Emilie ist mit ihren Eltern Sina und Stefan Müller sowie der kleinen Schwester da. Den Müllers gefällt es sehr gut, aber „wir kommen hauptsächlich wegen der Kinder. Denen macht es besonders viel Spaß.“

Alessia ist von den vielen Federn ganz begeistert.

Nicht nur Kinder haben beim Fest zwischen den Ställen und Weiden großes Vergnügen und können viel entdecken. Gisela Robinson steht vor dem aufgeschnittenen Stamm eines Mammutbaumes und staunt über den mächtigen Rumpf. Restaurator Steve Umnus hat das große Holzteil ausgestellt und zeigt auch Zypressenstücke, die intensiv nach Zitrone duften. Robinson staunt über den Geruch. Sie ist von sehr weit angereist, aus Australien kommt die ältere Dame. „Meine Schwiegertochter hat gesagt, wir müssen heute auf das Hoffest von Bauer Mann, und da sind wir von Frankfurt aus hier her gefahren.“

Die Australierin, die aus Deutschland stammt, gerät mit dem Restaurator ins Fachsimpeln., über das Fällen von Holz nach dem Mondkalender unterhalten sich die beiden. „Es wirkt sich durchaus auf die Qualität aus, wann ein Baum gefällt wird“, erklärt Umnus.

Das Hoffest ist an diesem Sonntag bestens besucht und die Australierin ist bei weitem nicht die einzige Auswärtige Besucherin. Die Produkte des umweltbewussten Viehzüchters aus Groß-Zimmern erfreuen sich großer Beliebtheit, der Laden von Bauer Mann hat in der Frankfurter Markthalle einen sehr guten Ruf und eine große Stammkundschaft, die gerne den Herkunftsort der Tiere besucht.

Mit dem Holzschwein in die Schlacht

Gerade für Kinder mit Familien besitzt das Fest, bei dem man viele Tiere sehen kann, eine große Anziehungskraft. Michael Günther baut mit seinem Sohn Max und dessen Freund Louis Vollmer ein Schwert. Traktor gefahren sind sie heute auch schon, und das fanden die Jungen toll. Auch Peter hat ein Schwert gebastelt und zieht damit auf einem Holzschwein in die Schlacht. Es gibt aber auch weniger kriegerische Beschäftigungen.

Um einen Tisch mit den Filzbällen scharen sich etliche Kinder, andere haben ihren Spaß beim Ponyreiten oder am Stand der Waldschule, wo auch gebastelt werden kann.

Andrang gut bewältigt

Die Erwachsenen zieht es eher an die Biertische. Die sind um die Mittagszeit voll besetzt. Trotz des großen Andrangs bei Steak und Würstchen, werden die Schlangen vor dem Essensstand nie zu lang. Eine sehr schnelle Mannschaft hat Mann hinter der Theke versammelt.

„Seit 1983 laden wir zum Hoffest. Hier an dieser Stelle ist es jetzt wohl das 12. oder 13. Mal.“ Der Landwirt ist zufrieden mit dem Besuch, auch wenn er kaum dazu kommt, sich um die zahlreichen Gäste zu kümmern. „Ich bin nur froh, dass wir so gutes Wetter haben, denn die Vorbereitungen kosteten doch sehr viel Arbeit und da sieht man doch gerne diesen schönen Erfolg.“

Kommentare