Max trifft den Kerbballon

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Im Dirndl sorgten die Kerbfrauen für gute Stimmung beim Umzug.

Klein-Zimmern ‐ Spannend war sie wieder, die Kerbausgrabung am Samstag in Klein-Zimmern. Wobei man jetzt schon zum zweiten Mal sagen muss, nicht die Kerbausgrabung, sondern das Kerbauswerfen. Von Ulrike Bernauer

Nicht in kleinen Sandfeldern auf einem Karren waren die Überraschungseier, die den begehrten Gutschein enthielten, verborgen, sondern in 120 Luftballons, die mit Dartpfeilen getroffen werden mussten. Leer ging keiner der Werfer aus, in den „Nieten“ befanden sich immerhin Bonbons.

Der 13-jährige Max Friedl war der Glückliche, der den Zettel, der zur Urkunde führte, in seinem Ei fand. Ziemlich aufgeregt war der Schüler bei der Verlesung des feierlichen Papiers, dass die Kerb nun endgültig eröffnete.

Kleine Enten führen den Lindwurm an

Einen ökumenischen Gottesdienst hatten viele der Klein-Zimmerner Kerbbesucher vorher besucht. Mit dem Katholischen Kirchenmusikverein an der Spitze waren sie von der Kirche dann zum Festplatz am Feuerwehrhaus gezogen und dort wartete mit der Kerbauswerfung der erste Höhepunkt auf sie. Eine junge Frau, treffsicher bei den Luftballons, freute sich jedes Mal, wenn sie statt dem begehrten Zettel nur einen Bonbon fand. „Ich unterstütze gerne die Kerb, aber verlesen möchte ich die Urkunde nicht“, lacht die Klein-Zimmernerin. Weiter ging es nach der geglückten Eröffnung dann im Fahrzeughaus der Feuerwehr samt angebautem Festzelt und in den Vereinsräumen des Feuerwehrhauses. Unten heizte DJ Techbäck aus Nieder-Ramstadt den Kerbbesuchern ordentlich ein, im ersten Stock ging es bei den Älteren ein klein wenig gemütlicher zu.

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Klein-Zimmern ganz im Zeichen der Kirchweih

Frisch und fit waren die Zimmerner wieder beim Festzug am Sonntagmittag. Ein großer Schwarm kleiner Enten führte den bunten Lindwurm an. Die Kindergartenkinder hatten sich als Federvieh verkleidet. Die Fußballer erinnerten sich an vergangene Zeiten, die Fußballweltmeisterschaft in Afrika ließen sie wieder aufleben. Den wohl weltweit kleinsten Feuerwehrmann der Welt hatten die Blauröcke im Gefolge. Erik, zwei Jahre, ließ sich die Spritze nicht abnehmen, den Schnuller im Mund allerdings genauso wenig.

Zimmerner Kerbvadder erstmals mit Mundschenkin

Die Politik brachten die Alten Herren in den Umzug. Rente mit 67, mit mir nicht, so stand es auf den Plakaten. Die Rentnergang machte den Umzug mit dem Rollator unsicher. Allerliebst kamen die Kerbfrauen daher, nicht ins kleine Schwarze, sondern ins Dirndl hatten sie sich geworfen.

Tierisch ging es beim Kerbverein Groß-Zimmern zu, die Schäfer hatten ihre Herde Lämmer gleich mitgebracht. Ganz neu in Klein-Zimmern, der Kerbvadder André Allmann hatte in diesem Jahr eine Mundschenkin mit im Wagen. Ganz in den Klein-Zimmerner Farben, blau gelb gekleidet erhob Dominique Köbler ihr Glas auf die Kirchweih.

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