Mit Mini-Umzug und Baum-Aufstellung

Groß-Zimmern trotz Dauerregen in bester Kerb-Feierlaune

Das Dreigestirn gut gelaunt und geschützt auf dem Weg zum Rathausplatz.
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Das Dreigestirn gut gelaunt und geschützt auf dem Weg zum Rathausplatz.

Alles nass war gestern Nachmittag die Devise, als sich ein Kerb-Miniumzug im Zimmerner Ortskern in Bewegung setzte, und danach der Kerbbaum aufgerichtet wurde. Doch weder die Akteure noch das Publikum ließen sich vom Dauerregen die Feierlaune verderben.

Groß-Zimmern – Ohne Schirm ging beim alternativen Kerb-umzug in Groß-Zimmern am gestrigen Sonntagnachmittag fast nichts.

Das Dreigestirn aus Kerbvadder Marco Dietrich, Kerbmädchen Amelie Groß und Mundschenk David Schenk hatten jeweils einen roten Schirm – der rot-weiße Jahrgang lässt grüßen – über sich aufgespannt, und die meisten Zuschauer schützten sich ebenfalls mit einem. Lediglich die Kerbborschte ließen sich nassregen, und auch der letzte blau-weiße Jahrgang 1998/99, der die Neuen am Dorfbrunnen begrüßte, zeigte sich ohne Wetterschutz – dafür passend im blauen Bademantel und mit farblich passender Badehose darunter.

Trotz Regen säumten doch einige Zuschauer den Weg des Miniumzugs, der in diesem Jahr nur aus drei Wagen bestand und von der Schillerstraße aus bis letztlich zur Kirchstraße rollte. Neben dem Dreigestirn und den Kerbborschte durfte auch die Zimmerner Hausband, die Kerb-Dixie-Stompers, nicht fehlen, die – auch zum Schutz ihrer wertvollen Instrumente – auf ihrer Rolle durch eine Plane gut beschirmt war. Die Zuschauer, die sich eingefunden hatten, trotzten dem Regen nicht nur mit Schirmen, sondern auch mit bester Laune.

Allerdings beschleunigte das stets Nass von oben sowohl den Umzug – es standen einfach weniger Leute zum Jubeln auf der Straße – als auch das Aufstellen des Kerbbaums auf dem Rathausplatz. Die Kerbborschte spuckten in die Hände, wobei das eigentlich nicht nötig war, da sowieso alles nass war, und mit Hilfe der Mitglieder des blau-weißen Jahrgangs stand der Baum in Windeseile in der Senkrechten.

Bereits am Samstagabend war die Kerbpuppe übergeben worden. Sie heißt Rosi, trinkt Rosé, raucht Reval, isst rote Rüben und ist eine echte Antiquität. Die Bobbe wurde bei den Sanierungsarbeiten im Rathaus in einer Kiste gefunden und erst mal ganz vorsichtig ausgepackt, weil keiner wusste, um was es sich handelte. Das Alter der unverwüstlichen alten Dame wird auf über 100 Jahre geschätzt, und die Kerbborschte lieben sie seit ihrer Übergabe auf der Bühne auf dem Rathausplatz von ganzem Herzen. (Von Agnes Badener )

Achtung: Rot trifft Grün! Da muss der Borscht die Bobbe fest im Griff haben.
Mit vereinten Kräften wird der Kerbbaum aufgerichtet.
Und ist der Umzug noch so klein: Die Kerb-Dixie-Stompers dürfen nicht fehlen.
Stilsicher: der letzte blau-weiße Jahrgang.

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