Tücher einer Ausstellung

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Zahlreiche Handabdrücke werden künftig eine Wand in der ASS zieren.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Über 350 Schüler der Albert-Schweitzer-Schule (ASS) haben sie besucht, die Ausstellung über Neonazi-Symbole zu Jahresbeginn.

Viele der Schüler waren damals schockiert und erschüttert über die versteckten Symbole, mit denen sich junge Rechtsradikale zu erkennen geben, aber auch über die Texte, die im Rahmen der Ausstellung zu hören und nachzulesen waren (wir haben berichtet). Andere das Gezeigte „nicht relevant“ für ihren Lebensalltag, da sie in Zimmern bisher nicht mit rechtsradikalem Gedankengut in Berührung gekommen seien, so Geschichtslehrer Benjamin Müller. Aufgeschreckt waren aber doch etliche Schüler und auch einige Lehrer, da sie unwissentlich Kleidungsmarken getragen haben, die bevorzugt von jungen Neo-Nazis beworben werden.

Als Zeichen für Mitmenschlichkeit und gegen rechtsradikales Gedankengut hatten zahlreiche Ausstellungsbesucher einen Handabdruck auf weißen Tüchern hinterlassen. Vier dieser Tücher mit bunten Handabdrücken hat Dekanatsjugendreferent Dieter Staab nun zusammengenäht und den Schülern der ASS überreicht. „Wir wissen noch nicht, wo wir die Tücher anbringen werden“, sagte Geschichtslehrer Müller. „Eventuell ziehen wir sie auf einen Holzrahmen und hängen sie in der Turnhalle auf“.

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