Turnen in der Konferenz

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Novum für die Lehrer der Albert-Schweitzer-Schule: In der Gesamtkonferenz wurde geturnt.

Groß-Zimmern - Auf dem besten Weg zur gesundheitsfördernden Schule ist die Albert-Schweitzer-Schule. Das staatliche Schulamt überreichte dem Kollegium deshalb jetzt zwei Teilzertifikate. Von Ulrike Bernauer

Alle Arme recken sich in die Höhe, schwenken zur Seite und so mancher Lehrer stöhnt. Das gab es wohl noch nie bei einer Lehrerkonferenz der Albert-Schweitzer-Schule (ASS), dass die Lehrer quasi am Tisch turnten.

Anlass: das staatliche Schulamt überreichte dem Kollegium der ASS jetzt zwei Teilzertifikate, die zeigen, dass die ASS auf dem besten Wege zur gesundheitsfördernden Schule ist. Vier Teilzertifikate muss eine Schule erreichen, um als gesundheitsfördernde Schule zu gelten, im gesamten Landkreis und der Stadt Darmstadt haben das bis jetzt nur sechs Schulen geschafft. Die ASS hat nun für die Themenschwerpunkte „Gewalt- und Suchtprävention“ sowie „Bewegung und Wahrnehmung“ das Zertifikat erhalten.

Viele verschiedene Bausteine

So erklärt sich auch die kurze Turneinlage der Lehrer, die Margret Diederich angeleitet hat. Um die Konzentration der Schüler zu steigern, wird öfter mal im Unterricht eine Bewegungsübung gemacht, die die Lehrer nun mal nachvollziehen konnten.

Viele verschiedene Bausteine hat sich die ASS überlegt, um die Gesundheit ihrer Schüler zu erhalten oder zu steigern. Dazu gehören die vielfältigen Bewegungsangebote im Außenbereich, aber auch die Ranzenaktion, die jährlich mit bestimmten Klassen stattfindet. Dabei wird immer wieder festgestellt, dass die Schüler sinnloses Gewicht mit sich herumschleppen. Folge: 34 Schüler eines Jahrgangs klagten über Rückenschmerzen.

„Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“

Christiane Kuhlmann und Heide Heillos vom staatlichen Schulamt freuten sich mit dem Kollegium über das Erringen der zwei Teilzertifikate und sie sind sich sicher, dass die ASS auch noch das Gesamtzertifikat erhalten wird.

Als nächstes will sich die Gesamtschule verstärkt dem Thema „Verkehrserziehung und Mobilitätsbildung“ widmen, einem von drei Wahlfächern. „Da Sie die Voraussetzungen für die anderen beiden Teilzertifikate in kürzester Zeit erworben haben, weil sie schon eine gute Vorarbeit in den letzten Jahren geleistet haben, bin ich sicher, dass sie auch dieses Zertifikat bald erhalten werden“, so Kuhlmann.

Ein wenig Wasser gossen die beiden Damen vom Schulamt in den Wein der Freude. Die Zertifikate gelten jeweils nur für vier Jahre. Eine Schule kann sich also nicht auf den einmal erworbenen Lorbeeren ausruhen, sondern muss permanent an ihren Konzepten für eine gesundheitsfördernde Schule arbeiten.

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