Für den beliebten Fußballwettstreit hat sich ein Organisator gefunden

Turnier geht weiter

Sieg! Der silberne Kerbboschtejahrgang 1966/67 ergatterte den monumentalen Wanderpokal des Turniers bereits zum achten Mal.

Groß-Zimmern - Eine ordentliche Portion Fußballbegeistertung, ein Quäntchen Open-Air-Feeling und jede Menge Partylaune – aus diesen Zutaten war das 18. Kerbborschteturnier gemixt. Von Ursula Friedrich

Zehn Teams gingen am Samstag zum spaßigen Wettstreit auf den Rasen des Gemeindesportplatzes am Hallenbad.

Obwohl die Beteiligung am Fußballspektakel unter Regie des Jahrgangs 1971/72 leicht rückläufig war, zogen sich Spiel, Spaß und Frühschoppen bis in den späten Nachmittag. Jeweils sechs Spieler, die nach Belieben ausgewechselt werden durften, gingen auf dem Rasen auf Torejagd. Unter die Kerbborschte mischte sich dabei auch so manches begeisterte Kerbmädchen im Fußballdress.

Sportlich bot das Turnier zum Teil recht sehenswerte Begegnungen, bei denen die Favoriten sämtliche Vorurteile von dannen kickten.

Der Jahrgang 1966/67 trug zum achten Mal den Titel und eine kleinkindgroße Siegestrophäre, den Wanderpokal, davon. Zum alten Eisen gehört diese Truppe noch lange nicht, die in diesem Jahr ihre silberne Kerb feiert. Hier hatte gesetzte Erfahrung eindeutig gegen die Jugend die Nase vorn.

Die Titelverteidiger des Vorjahres, der Kerbborschtejahrgang 1985/86, mussten diesmal mit dem zweiten Platz Vorlieb nehmen. Den dritten Platz erreichten der Jahrgang 1977/78 – das zweitälteste Team des Turniers.

Der aktuelle Jahrgang 1991/92 hatte nur den achten Platz erreicht und vorzeitig die Veranstaltung verlassen. „Die machen sich Sorgen um ihren Kerbbaum“, erklärte Thomas Beutel, Vorsitzender des Kerbvereins, und verteidigte die „Youngsters“, während so mancher Pfiff ertönte, denn das Wahrzeichen der Kerb ist wohl bereits eingelagert.

Gesanglich dürften die rot-weißen Kerbborschte 2011 hingegen einiges zu bieten haben.

Das Gesangsduell gegen die Vorjahrestruppe endete mit einem Patt. „Des wird an Kerb ausgetrunken“, so die älteren Widersacher. Überhaupt lag trotz Fußball die gespannte Erwartung der Kerb 2011 zum Greifen in den Luft. Das Kerbborschteturnier war einmal mehr - wenn auch eventuell zum letzten Mal - der sportliche Einstieg in die Vorveranstaltungen des großen Heimatfestes, das nun nicht einmal mehr zwei Wochen auf sich warten lässt.

Ein bisschen Wehmut kam bei der Siegerehrung auf, denn die Ausrichter des Turniers, der Jahrgang 1971/72, will die Veranstaltung an Jüngere übergeben. „Des tut bissje weh. Es hat sauviel Spaß gemacht“, so die Gastgeber traurig.

Spontan bewarb sich zuletzt der diesjährige Vizemeister um die Organisation. „Das Turnier ist etabliert, läutet die Kerb ein – und wir würden das Ding gern ausrichten“, erklärte Kerbvadder Stefan Vonderschmidt vom Jahrgang 1985/86.

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