Mit U-Boot geht die Kerb nie unter

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„Alles gebt ich dofür her, wann ich mol en Kerbborscht wär“, sangen die Powerfrauen mit der „Hirschbachgäng“.

Groß-Zimmern (wd) ‐ „Help, I need somebodys help“, dröhnte es am Samstagabend durch das Drittel der Groß-Zimmerner Mehrzweckhalle. Zu helfen war vielen Kerbbegeisterten aber nicht wirklich, da die Eintrittskarten zur Nachkerbparty bereits am Freitag Nachmittag vergriffen waren.

Die Veranstalter vom Kerbborschtejahrgang 1990/91 informierten zwar sofort im Internet über den Ausverkauf ihrer Veranstaltung. Dennoch standen am Samstagabend zahlreiche Menschen vor der Halle und warteten vergeblich darauf, doch noch ein Ticket zu erhaschen. „Hätten wir früher gewusst, dass die Nachfrage so groß ist, dann wäre es kein Problem gewesen auf zwei Drittel der Halle zu erweitern“, sagte der Kerbvadder der Zehnjährigen Moritz Herdt, der gemeinsam mit seinen Kerbborschten am Samstagabend von der großen Kartennachfrage überrascht wurde. Dass das Konzept aber dennoch richtig war, belegte der stimmungsvolle Abend recht eindrucksvoll. „Lieber im kleinen Teil der Halle feiern und es ist proppevoll, als im größeren Rahmen und es ist halbleer“, war dann auch die Meinung vieler, die dicht gedrängt den Klängen der „Zimmerner Hirschbachgäng“ lauschten.

Mit einigen Beatles-Songs erinnerten die zunächst nochmals an die Kerb vor zehn Jahren, als die legendäre Band aus England die Kerbbobbe nach Groß-Zimmern brachte.

Die „Hirschbachgäng“ hatte aktuell zwar keine Kerbbobbe, dafür jedoch zahlreiche musikalische Gäste mit dabei, die alle aus Zimmern stammen und die „Zimmerner Band“ professionell ergänzten. Marco Blank und Steffen Selmes hatten ebenso große Freude daran mit ihren Gitarren zu rocken, wie Dieter Emig und Gerhard Schlepper, die mit ihren Saxophonen den Freunden des Blues eine große Freude bereiteten.

So richtiges Kerbfeeling kam auf, als Sabine und Steffi Henning sowie Linda Sorrentino ihren Song zum besten gaben: „Alles, werklich alles gebt ich dofür her, wann ich an Zimm`ner Kerb mol en Kerbborscht wär“, und dabei von Otto Sorrentino und Nadine Wolter unterstützt wurden. Als letzter musikalischer Gast betrat Thomas Beutel die Bühne. Er stimmte gemeinsam mit den Zehnjährigen deren Kerblied vom gelben Unterseeboot an und zum Schluss durfte natürlich die Zimmerner Nationalhymne auch nicht fehlen.

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