Mit über 3000 Kindern gespielt und gelernt

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Maria Nolden (links) vom Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde überreichte der angehenden Ruheständlerin Christa Kaiser einen Strauß Orchideen und einen Glücksengel.

Groß-Zimmern ‐ Nicht nur das Jahr neigt sich seinem Ende. Für manche endet sogar ein ganzer Lebensabschnitt. So wie bei Christa Kaiser (60). Die Mitarbeiterin der katholischen Kindertagesstätte der Pfarrgemeinde St. Bartholomäus wurde am letzten Tag vor Weihnachten von ihren Kollegen und Maria Nolden, Mitglied des Verwaltungsrates, in den vorgezogenen Ruhestand verabschiedet. Von Dirk Beutel

Christa Kaiser, die ihre dreijährige Ausbildung zur Kindergärtnerin in Reinheim hinter sich brachte, war über 43 Jahre eine feste Größe in der katholischen Kindertagesstätte. Dabei hat die Vorruheständlerin so einige Veränderungen mitgemacht. Sie hat in ihrer langen Laufbahn neun Leiterinnen, fünf Pfarrer und rund 30 Kollegen kommen und gehen sehen.

Die komplette Mannschaft des katholischen Kindergartens verabschiedete die langjährige Kollegin, allen voran die Leiterin Regina Pietsch (unten links). 

Noch mehr gilt das für den Nachwuchs der Gemeinde. Über 3 000 Kindern hat Kaiser Ruhe, Geborgenheit, Liebe und auch etwas Strenge mit auf den Weg gegeben. Sie habe immer die Stärken ihrer Kinder gefördert und die Schwächen in Stärken umwandeln wollen. „Sie waren eine echte Bereicherung, die mit Herz und Verstand ihrer Berufung nachgegangen ist“, sagte Nolden.

Sogar die aktuelle Kita-Leiterin wurde von Christa Kaier betreut

Pikant: Sogar die derzeitige Leiterin der Kindertagesstätte, Regina Pietsch, wurde seinerzeit von der heute Sechzigjährigen betreut. „Wie man sieht, muss Frau Kaiser dabei alles richtig gemacht haben“, witzelte Nolden, die der Hobbyfotografin einen Strauß Orchideen und einen kleinen Glücksengel überreichte.

Der Abschied weckte in Christa Kaiser gemischte Gefühle: „Wehmut aber auch Freude. Von beidem ist etwas da.“ Auch wenn die Kindertagesstätte der Ruheständlerin fehlen und ihr Ausscheiden eine große Lücke hinterlassen wird, es war wohl an der Zeit zu gehen. Denn das Hauptargument für den vorgezogenen Ruhestand waren gesundheitliche Probleme. Trotzdem weiß Christa Kaiser genau, wem sie in Zukunft einen großen Teil ihrer Zeit widmen wird: ihrer erst acht Wochen alten Labradorhündin Laika.

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