Reiner Raab ist erstmals für die Grünen im Parlament

Über den Ortsbeirat hinaus

Immer am Ball: Reiner Raab ist jetzt auch als Gemeindevertreter der Grünen im Groß-Zimmerner Parlament. Foto: Friedrich

Groß-Zimmern -  Um intensiver politisch mitgestalten zu können, unternahm Reiner Raab den Sprung von Klein-Zimmern ins Gemeindeparlemant. „Unser Ortsbeirat hat ja nur beratende Funktion“, erklärt der frischgebackene grüne Parlamentarier. Von Ursula Friedrich

Im Ortsbeirat engagiert sich der dreifache Vater seit 2006.

Lediglich die Christdemokarten seien früher dort vertreten gewesen, so kam es zur Gründung der Klein-Zimmner-unabhängigen Liste (KuL), „dem neuen politischen Gegengewicht zur CDU“.

Im Herbst 2010 trat Raab den Bündnisgrünen bei – einer Partei, die seinen politischen Zielen am nächsten steht. „Mehr Bürgerbeteiligung auch zwischen den Wahlen“ ist eine Antriebsfeder für den ehemaligen Postbeamten (Diplom-Verwaltungswirt), sich noch stärker zu engagieren. Reiner Raab, am 30. November 1953 bei Aachen geboren, ist zwar Neuling in Parlament und grüner Ortspartei, hat jedoch via Mandat bereits viel politische Verantwortung übernommen. So ist er stellvertretender Vorsitzender der Fraktion, aber auch stellvertretender Ortsvereinssprecher der Bündnisgrünen. Seine Interessen decken sich mit dem Aufgabenspektrum des Haupt- und Finanzauschusses.

Als Vater von drei Töchtern war er auch im schulischen Bereich engagiert. Eltern- und Schulelternbeirat sowie vier Jahre als Kreiselternbeirat Darmstadt-Dieburg kennzeichnen diese schulische Karrriere. Seit 1985 lebt Raab mit seiner Familie in Klein-Zimmern – was auch eine berufliche Veränderung mit sich brachte.

Der ehemalige „Postler“ wechselte in die freie Wirtschaft, konkret zur BHF-Bank. Dass er Kampfgeist besitzt, aber auch das Fair-Play in und auswendig kennt, bewies er viele Jahre beim Handballspielen – ein Hobby, dass ihn bis in die zweite Bundesliga führte.

Im Parlament verfolgt Raab verkehrspolitische Ziele: Er fordert die Beruhigung der Durchfahrtsstraßen, insbesondere in Klein-Zimmern. Das Thema Fluglärm steht ganz oben auf der Prioritätenliste. Die hessische Landesregierung habe das versprochene Nachtflugverbot nicht umgesetzt – dies war Gegenstand des Medaitionsverfahrens zum Ausbau des Frankfurter Flughafens. Die Gemeinde sei inzwischen derart vom Fluglärm belastet, dass zeitweise der Aufenthalt auf der Terasse kaum möglich sei. Zimmern sollte dem Besispiel anderer Kommunen folgen, die das zugesagte Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr gesetzlich einklagen, so Raab.

Mit Argusaugen blickt er auf den Schuldenstand der Kommune. Sein Credo: „Schuldenabbau der Gemeinde und ein ausgeglichener Haushalt.“

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