Über Schuldenbremse und Mindestlöhne

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Den Fragen stellte sich der SPD-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag, Torsten Schäfer-Gümbel (zweiter von rechts). Mit im Bild von links: Die SPD-Kreisvorsitzende Dagmar Wucherpfennig, Klaus Nennhuber und Bürgermeisterkandidat Stefan Fröhlich.

Groß-Zimmern (bea) ‐ So manches enttäuschte Gesicht gab es am Samstagmittag beim Doppeltermin der SPD. Die Sozialdemokraten hatten zur Betriebsbesichtigung des Unternehmens Georg + Otto Friedrich eingeladen und wer nicht ganz pünktlich war, musste leider draußen bleiben.

Die Führung ging durch die Produktionsanlagen, weshalb die Teilnehmerzahl begrenzt bleiben musste. Mit besichtigen wollte auch der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, Thorsten Schäfer-Gümbel, der sich allerdings verspätete. Schließlich mussten die vielen Zimmerner, neugierig waren sie offensichtlich sowohl auf das international tätige Zimmerner Unternehmen als auch auf den SPD-Politiker, ohne „TSG“ beginnen.

So manches staunende Gesicht gab es schon im Lager der Fahnenstoffe. Bettina Gibson Altmann, entdeckte neben Oranje Rot auch das Rot des DRK, Gatte Erich Altmann meinte glücklich: „Genau das Grün unseres Kerbborschtejahrgangs“.

Gestaunt wurde über die riesigen Garnspulen, die locker 500 bis 700 Kilo wiegen, aber auch über die Maschinen. Vier Meter breite Stoffe werden gewirkt und „pro Meter müssen beim Anfang 1210 Fäden eingefädelt werden“, wie eine Teilnehmerin ehrfürchtig ob dieser Puzzlearbeit vermerkte.

Mehr Unterstützung für das Handwerk

Nach der Führung im Schnelldurchgang war auch der sehnlich erwartete Schäfer-Gümbel eingetroffen.

Nach einer Wahlkampfunterstützungsrede für den SPD-Bürgermeisterkandidaten Stefan Fröhlich hatten die Zimmerner noch viele Fragen.

Mehr Unterstützung für das Handwerk im Landtag forderte Klaus Nennhuber, Bäcker und Vizepräsident der Handwerkskammer Rhein-Main. Er verwickelte den SPD-Politiker, der an diesem Tag einen knapp gestrickten Terminplan hatte, in eine Diskussion über die hessischen Vergaberichtlinien.

Spd fordert Ende des Raubrittertums

Gestreift wurde dabei das Thema der Mindestlöhne, die die SPD zum Schutz einheimischer Betriebe durchsetzen will, aber auch für eine Bejahung der Schuldenbremse sprach sich Schäfer-Gümbel aus. Für das dreigliedrige Schulsystem, aber auch Ganztagsschulen warb der SPD-Mann auf Nachfrage von Ira Drewitz. Gibson-Altmann stellte Fragen zum Ehrenamt.

Ganz am Rande kamen auch die dramatischen Ereignisse in Japan zur Sprache. „Wir sind nicht auf einen aktuellen Zug aufgesprochen, sondern haben schon lange ein überzeugendes Energiekonzept“, erklärte der Landespolitiker.

Auch starke Töne schlug Schäfer-Gümbel an: „Helfen Sie dabei, das Raubrittertum von Ministerpräsident Volker Bouffier zu beenden. Am kommenden Sonntag haben Sie die erste Chance dazu.“

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