Übung des Jugendfeuerwehrbezirks

Löscheinsatz unter den Augen Alberts

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Härtetest für die renovierte Albert-Schweitzer-Schule. Kein Wasserschaden nach den Löscharbeiten der Feuerwehrjugend.

Groß-Zimmern - 130 junge Feuerwehrleute des Bezirks drei „retten“ mit engagiertem Einsatz die Schweitzer-Schule.

Es darf bezweifelt werden, ob alle Beteiligten im Ernstfall wirklich die Schule gerettet hätten. Zwar wird die Frage durchweg mit „Ja“ beantwortet, aber das kommt so verhalten, dass man es förmlich nachdenken hört, welchen Freizeit-Gewinn es bedeuten könnte, wenn die Albert-Schweitzer-Schule tatsächlich bis auf die Grundmauern abbrennen würde.

Aber dann kommt die Disziplin der jungen Feuerwehrleute zum Tragen, die am Samstagvormittag zu einer großen Übung des Jugendfeuerwehrbezirks drei im Landkreis Darmstadt-Dieburg nach Groß-Zimmern beordert worden sind.

Dem Nachwuchs soll ja etwas geboten werden, was dem Ernstfall nahe kommt, trotzdem eine spielerische Dimension behält.

Mal richtig mit Wasser spritzen, mal ungestraft die Schule nass machen dürfen - das ist spielerisches Heranführen an Aufgaben, die ernsthaft dann erst mit dem Wechsel in die Einsatzabteilung zu erledigen sind. Spiele - und „Brot“: Auf dem Speiseplan steht nach dem „spritzigen“ Einsatz Gulasch mit Nudeln, zubereitet von der Kochmannschaft der Groß-Zimmerner Feuerwehr.

Nach 45 Minuten war alles vorbei

Bis dahin ergießen sich, nachdem alle Schläuche angeschlossen sind, 3300 Liter Wasser pro Minute aus 33 C-Rohren auf die Dächer der Turnhallen und des Hauptgebäudes - so viel, dass besorgte Mütter argwöhnen: „Gibt das jetzt den nächsten Wasserschaden in der Pausenhalle?“ Insofern war die Übung dann doch ein Härtetest für den Ernstfall: Alles bleibt dicht.

130 Jugendfeuerwehrleute samt ihrer Betreuer sind an diesem Morgen im Einsatz. Sie kommen aus Groß-Zimmern, Roßdorf, Reinheim, Fischbachtal, Groß-Bieberau und allen zugehörigen Ortsteilen. Mit elf Löschfahrzeugen sind sie angerückt, über zwei Bereitstellungsplätze: den Parkplatz eines Discounters in der Waldstraße sowie den Sammelpunkt Johannes-Ohl-Straße Ecke Saarstraße.

Nach etwa 45 Minuten geht der Wasser-Vorrat in den Tanklöschfahrzeugen zu Ende, was auch das Ende der Übung markiert. Na ja, noch nicht ganz: Zunächst müssen noch etliche Meter Schläuche wieder demontiert und zusammengerollt werden.

Und das ist wie bei jedem Spiel: Das Aufräumen hinterher macht keinen Spaß.

sr

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