Ungewöhnlicher Löscheinsatz

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Spritzige Angelegenheit: Eine originelle Dusche hatten die Feuerwehrleute für das etwas andere Badevergnügen dabei.

Groß-Zimmern - Es prasselt aus allen Rohren. Der Festplatz ist schon teilweise überschwemmt und drei Einsatzfahrzeuge umrahmen malerisch die geteerte Fläche des Ballspielfeldes. Von Ulrike Bernauer

Die fünf anwesenden Feuerwehrleute lachen und freuen sich, während sie die Kinder aus vollen Rohren nass spritzen. Auch bei den Betreuern der Ferienspiele lässt sich nach einigen Minuten kein trockenes Fädchen Stoff mehr finden und bald sind selbst die Feuerwehrleute durchnässt. Die wurden allerdings von ihren Kollegen mittels Eimern unter Wasser gesetzt. Die Feuerwehr kam am Donnerstag zu ihrem absoluten Lieblingseinsatz, der zweimal im Jahr stattfindet: Wasserspiele für die Ferienspielkinder. Die tummeln sich auf dem Platz, springen beispielsweise durch die Wasserwand, die ein Hydroschild herstellt. Dieses Gerät wird normalerweise von den Einsatzkräften benutzt, um Gebäude, die sich in der unmittelbaren Nachbarschaft von Brandherden befinden, vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. Jetzt dient es dem puren Vergnügen.

Die Feuerwehr brachte den Ferienspielkindern am Donnerstag ein etwas anderes Badevergnügen. Jugendpfleger Tom Hicking hat in der Wanne Platz genommen, in der normalerweise die Schläuche gesammelt werden.

In der großen Wanne, in die die benutzten Schläuche nach dem Einsatz gelegt werden, hat es sich Nicki gemütlich gemacht und führt in dem besonderen Schwimmbecken ihre Tauchkünste vor. Bald muss sie jedoch aufgeben, denn Jugendpfleger Tom Hicking steigt in die Wanne, da bleibt kein Platz mehr zum Tauchen. Tjark hat einen großen, orangefarbenen Wasserball mitgebracht und hüpft auf ihm durch die Wasserfontänen. Und immer wieder sieht man Kinder, die einen Schlauch in der Hand halten und ihre Freunde mit Vergnügen nass spritzen. Doch dann gibt Hicking das Zeichen an die Feuerwehrleute. Der stellvertretende Wehrführer Marcus Paschke ruft „Wasser aus“ und das etwas andere Badevergnügen ist vorbei. Alles eilt nun zum Jugendzentrum hinüber, will aus den nassen Klamotten raus und in trockene hinein. „Erst mal ordentlich abtrocknen“ rufen die Betreuer, bevor eine Woge von 47 durchweichten Kindern in die Räume schwappt. Während sich die kleinen Wassergeister wieder in trockene Kinder verwandeln, räumt die Feuerwehr auf. In der Tauchwanne landen jetzt tatsächlich die Schläuche und die anderen Gerätschaften werden wieder in den Fahrzeugen verstaut. „Zwei Stunden Arbeit für eine Stunde Spaß“, sagt Paschke und lacht. Der Job geht dann im Feuerwehrhaus weiter, denn alle verwendeten Schläuche müssen gesäubert und vor allen Dingen auf Unversehrtheit überprüft werden.

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Das ist eine Arbeit der Feuerwehr, die keiner sieht“, so Paschke. Trotzdem arbeitet er gerne mit dem Jugendzentrum zusammen. An Ostern gab es während der Ferienspiele eine ganze Woche bei der Feuerwehr. „Und das hat sich gelohnt“, freut sich der stellvertretende Wehrführer. In die Löschzwerge traten zwei Kinder ein und auch die Jugendfeuerwehr hat ebenfalls Zuwachs bekommen.

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