Ortsvereinigung jetzt unter eigener Regie

Von der Union zu Senioren der CDU

Kein Platz blieb frei am Donnerstag in der Mehrzweckhallen-Gaststätte bei Mehmet.J Fotos (2): Fritsch

Groß-Zimmern - Unüberbrückbar waren die Differenzen zwischen dem Vorstand der Kreis-Senioren-Union und dem der Ortsvereinigung Groß-Zimmern. Von Gudrun Fritsch

Weder Mitglieder- noch Beitragslisten seien ihnen auf wiederholte Nachfrage vorgelegt worden, die Führung einer eigenen Vereinskasse wurde sogar untersagt, so die örtlichen Vorstandsmitglieder.

Zum Jahresbeginn hatten sie deshalb (wie berichtet) ihren Rücktritt und gemeinsam mit rund 40 weiteren Mitgliedern den Austritt aus der Seniorenvereinigung Darmstadt-Dieburg beschlossen. Zur Neugründung der „Senioren der CDU Groß-Zimmern“ am Donnerstag kamen gut 50 Teilnehmer in die Mehrzweckhallen-Gaststätte.

Die Vorstandsmitglieder (v. l.) Alfred Hummel, Hans Köbel, Günther Wanko (Schriftführer), Elfriede HIx (Schatzmeisterin), Willi Steinbeck (Vorsitzender), Weillibald Herlt (2. Vorsitzender).

Eine Vereinsführung ohne Geld und ohne Wahrung der demokratischen Regeln sei eben nicht möglich, erläuterte der Vorsitzende Willi Steinbeck den Entschluss und versprach den Versammelten: „Wir lassen Sie nicht im Regen stehen.“ Eine Chance sieht er im neuen Namen „Senioren der CDU Groß-Zimmern“, falls nötig soll später ein entsprechender Vereinseintrag mit Satzung folgen. Vorerst jedoch wird der ehemalige Vorstand der Senioren-Union die Geschäfte für die Gruppe ehrenamtlich weiterführen, ideologisch bleibe man unter dem Dach der CDU. Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Christof Glaser und sein Stellvertreter Jürgen Kreisel sicherten den Anwesenden diese Option zu, für 2014 sind bereits drei gemeinsame Veranstaltungen geplant.

Man sei über die Entwicklung zwar nicht erfreut, nachdem Schlichtungsversuche gescheitert sind, akzeptiere man jedoch den Entschluss der Senioren. Die Mitglieder der neuen Gruppe, am Donnerstagabend waren es auf Anhieb über 40, zahlen einen Monatsbeitrag von einem Euro. Damit entspreche man dem Wunsch der Mitglieder, die bei der Jahreshauptversammlung im November 2013 eine eigene Kassenführung beschlossen hatten. Zuletzt habe der Vorsitzende weder erfahren können, wer überhaupt Mitglied war, auch über die Beitragshöhe, die nicht einheitlich gewesen sei, sei er nicht informiert worden.

Im Schnitt habe der Jahresbeitrag wohl bei 30 Euro gelegen. Sechs davon gingen ans Land, weitere sechs an den Bund. Den Rest habe der Kreis einbehalten. „Die Ortsvereinigung, welche die meiste Arbeit tätigt, erhielt nichts“, so Steinbeck. Das soll jetzt anders werden. „Unsere Veranstaltungen sind für jedermann offen. Wir gehen unseren Weg geradlinig weiter“, versicherte der Vorsitzende abschließend.

Schriftführer Günther Wanko nahm Stellung zu Vorwürfen des Kreisvorsitzenden Albert Henrich (Leserbrief im LA vom 16. Januar) und betonte, man wolle keine großen Auseinandersetzungen, lediglich Ehrlichkeit und Transparenz und „wir wollen frohe Stunden und gemeinsame Begegnungen.“

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