„Unsere Kinder nehmen Bücher gerne in die Hand“

Klein-Zimmern - (jd) „Manch einer geht mit mehr Büchern nach Hause, als er zuvor mitgebracht hatte“, sagt Angelika Klindt lachend. Die Schulleiterin der Klein-Zimmerner Geißbergschule schaut dabei wohlwollend auf „ihren“ Schulhof, wo wuseliges Treiben herrscht: Der Bücherflohmarkt rundet gerade den „Bücherwurmtag 2009“ der Schule ab.

„Wir haben an unserer Schule bereits eine gute Lesekultur“, sagt Klindt. Über verschiedene Aktionen bringe man die Kinder das ganze Jahr hinweg zum Lesen. So nimmt die Geißbergschule am Vorlese-Tag teil und hat außerdem ein besonderes Projekt initiiert: „Unsere Dritt- und Viertklässler betätigen sich als Vorleser und gehen dazu in den Kindergarten im Ort“, erzählt Klindt.

Kein Geheimnis ist es, dass sich Kinder mit gutem Leseverständnis auch in anderen Fächern einfacher tun, die hohe Lese- und Schreibkompetenz in fast allen Berufen und Alltagssituationen wichtige Vorteile bringt. Der Flohmarkt ist dabei nicht das einzige, was der „Bücherwurmtag“ an der Geißbergschule den jungen Leseratten - und solchen, die es noch werden sollen - bietet: Zunächst brachte - nach vier Stunden regulärem Unterricht - der Tag Bastelangebote rund ums Buch, bei denen die Kinder etwa Lesezeichen oder Minibücher gestalteten.

Zudem lasen die Lehrer der Schule im Viertelstunden-Takt aus verschiedenen Büchern vor. Anschließend folgte mit der Lesung von „Drei Freunde und der schwarze Hund“ durch den Autor Thorsten Fuchs einer der Höhepunkte des Tages. Beim Flohmarkt, der bis in den Nachmittag hinein stattfand, beteiligten sich nicht nur mehrere Eltern, sondern auch die Schüler selbst. „Da ist es toll zu sehen, wie sich die Kinder gegenseitig begeistert Lese-Tipps geben, Bücher tauschen oder verkaufen“, sagt Klindt.

Die Schule fördere das mit ihrem eigenen Literatur-Bestand ebenfalls: Auf die 63 Schüler der Grundschule kommen 500 Bücher - „ein sehr gutes Verhältnis“, so Klindt. All das kombiniert mit dem „Bücherwurmtag“, der zum vierten Mal stattfand, komme ein positives Resultat heraus, das die Anstrengungen lohne. Klindt betont: „Unsere Kinder nehmen Bücher gerne in die Hand.“

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