Unten stehen Liebstöckel, Baldrian und Petersilie

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Die Jüngsten spielen mit Wasser und Erde.

Groß-Zimmern (bea) ‐ Kräftig in die Hände gespuckt wurde vergangenen Samstag auf dem Gelände der Waldschule. Freiwillige Helfer bauten bei strahlendem Frühlingswetter eine Kräuterspirale und ein Hochbeet getroffen hatten.

Die Leiterin des Kindergartens Nordring, Elke Steinbeck, gehörte zu den Eifrigen, die fleißig mit Hand anlegten. Sie war halb beruflich dabei, denn der Waldkindergarten gehört zu ihrer Einrichtung. Sie notierte sich alle Pflanzen, die in der Spirale wachsen werden. Auf große Kiesel will sie die Namen zusammen mit den Kindern aufmalen und hinzulegen. „Wir haben bei uns im Garten leider keinen Platz für so ein Bauwerk“, bedauert sie.

Werner Guß hingegen ist zum Lernen gekommen. „Wir wollen selber eine Kräuterspirale anlegen und haben schon Bücher gewälzt, aber wenn man das mit eigenen Augen sieht, ist es doch noch mal was ganz anderes“, sagt der Familienvater.

Anspruch und Verwendungsmöglichkeiten der Pflanzen stehen auf dem Programm

Die Aufbauarbeiten für Kräuterspirale und Hochbeet haben es dann in sich. Der Rasen werden abgestochen und am geplanten Standpunkt eine Drainage-Schicht aus Schotter aufgebaut. In die Mitte dieser Spirale wird kalkhaltiger Ziegelschutt aufgehäuft und eine Trockenmauer mit großen Bruchsteinen aufgesetzt. Sand und Komposterde kamen als substrat obendrauf.

Das Hochbeet ist fertig, jetzt hilft Konstantin (6) noch fleißig beim Angießen.

In den unteren Bereich werden die Pflanzen eingesetzt, die mehr Nährstoffe benötigen, wie Liebstöckel, Baldrian oder Petersilie, im oberen nährstoffärmeren Bereich fanden Rosmarin, Salbei und Lavendel ihren Platz.

Pflanzenexpertin Claudia Warwel erklärt nicht nur die Ansprüche der einzelnen Kräuter, sondern auch ihre Verwendungsmöglichkeiten.

Rosmarin ist in diesem Jahr erfroren

Erika Franz besitzte bereits eine Kräuterspirale im Garten und hat heute zusammen mit 22 anderen Erwachsenen und acht Kindern mitgearbeitet. „Mein Enkel besucht den Waldkindergarten und ich finde gut, was hier gemacht wird“, erklärt die Oma. Franz ist ganz begeistert von der eigenen Kräuterheimstatt, „sie funktioniert prächtig, nur der Rosmarin ist in diesem Jahr erfroren.“ Ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Gartenfreunden teilt.

Sigrid Rau hatte mit Sohn Konstantin (6) im vergangenen Jahr den Bau des Weidentunnels an der Waldschule gesehen. Der ist inzwischen wunderbar ausgeschlagen. „Bei der nächsten Aktion mache ich mit“, habe sich damals entschieden. Sohn Konstantin wässert das Hochbeet, in dem schon Ringelblumen und Erdbeeren sitzen. Tomaten und Kohlrabi sollen noch dazu kommen. „Damit die Kinder auch etwas zum Naschen haben“, sagt Waldschulfrau Claudia Wiedling.

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